Leben (im) am Fluss

Seit über 30 Jahren lebe ich – mit einer kurzen Unterbrechung – immer in der Nähe eines größeren oder kleineren Flusses. Ich finde es einfach schön, wenn ein Fluss oder ein Bach durch einen Ort oder durch eine Stadt fließt. Bei uns in Öhringen ist das die Ohrn, eher ein Bach, aber sie fließt einmal quer durch durch unser kleine Stadt, vorbei an Kinderspielplätzen, unserem Freibad, dem „Ohrnstrand“, durch unseren wunderschönen Hofgarten, entlang der alten Stadtmauer, um sich dann durch das idyllische Ohrntal etwa 8 Kilometer über 7 Brücken bis zu ihrer Mündung in den Kocher zu schlängeln.

Gerade jetzt im Frühling sind die Waldhänge rechts und links des Ohrntales übersät mit Bärlauch. Bärlauch soweit das Auge reicht und zu riechen ist er natürlich auch. Das ist jedes Jahr ein Erlebnis, denn so viel Bärlauch auf einmal habe ich sonst noch nie gesehen.

Frisches Grün soweit das Auge reicht

In Richtung Quelle fahren wir nach Forchtenberg, einem hübschen Städtchen. Mangels geöffneten Cafés kaufen wir uns bereits unterwegs bei einem kleinen Dorfbäcker Butterbrezeln und ein (wie es bei uns heißt) „süßes Stückle“ und suchen uns eine freie Bank mit Blick auf das Kocherwehr, wo wir allerlei entdecken, während wir genüsslich unser Proviant verzehren und dazu „Wasserkefir“ trinken. Ich kannte das bisher auch nicht, aber einer meiner Söhne hat mich damit bekannt gemacht und ich finde dieses „Gebräu“ schmeckt wirklich lecker und erfrischend.

Unser Blick auf das Wehr, die Weinberge und das barocke Teehaus von Forchtenberg, das bei vielen Hochzeitspaaren als Motiv beliebt ist. Im Sommer sieht es natürlich noch einladender aus.

Ein schöner Schwan machte uns daraufhin seine Aufwartung und ein winziges Vögelchen verschwand in einem wirklich sehr kleinen Nest. Um welchen Vogel es sich handelte, konnte ich leider nicht erkennen. Auf jeden Fall gab es schon viel zu sehen und auch die Schlüsselblumen am Wegesrand ließen uns die Pandemie für einige Zeit fast vollständig vergessen.

Die erste längere Ausfahrt war 49,5 km lang, was für mein Hinterteil eine Herausforderung war, denn JEDES Jahr muss sich mein Sitzfleisch an den Sattel gewöhnen und das kann ordentlich schmerzen. Trotzdem bewältigten wir diese Strecke in genau 2,5 Stunden Fahrzeit und fuhren dabei Ø 19,6 km/h. Insgesamt waren wir jetzt schon einige Male mit dem Rad unterwegs. Vor einem Jahr war die Natur insgesamt schon viel weiter, aber die aktuellen Temperaturen sind dafür schon hochsommerlich, was für Ende März eigentlich ziemlich ungewöhnlich ist.

Nun stehen die Osterfeiertage vor der Tür. Selbstverständlich gibt es bei uns Maultaschen und Kartoffelsalat am Karfreitag. Wir nennen sie ja auch „Hergottsbscheißerle“, und sie sind heiß begehrt und viel♥ geliebt ♥ und werden von vielen hier am Gründonnerstag fleißig produziert. Soweit geht die Liebe bei mir dann doch nicht, denn wir haben hier hier eine sehr gute Metzgerei, die Maultaschen in Spitzenqualität anbietet und sie erinnern mich dazu an die von meiner Mutter mit viel Zeitaufwand selbstgemachten. Um die 100 Stück hat sie immer gefertigt und sie haben halt doch noch ein bisschen besser geschmeckt als alle anderen Maultaschen. Vielleicht sollte ich sie doch mal wieder selbst machen.

Hier ein Maultaschenrezept zum Ausprobieren: https://www.swr.de/rezepte/maultaschen-112.html

Fotoquelle: SWR, Kaffee oder Tee

Ein frohes Osterfest wünsche ich euch ….was auch immer bei euch auf den Ostertisch kommt!

☼ Herzlichst Sigrid☼


6 Gedanken zu “Leben (im) am Fluss

  1. Es ist wirklich schoen bei euch. Hmmm, ich schwelge in Erinnerungen….Maultaschen und Kartoffelsalat, himmlisch. Eines meiner Leiblings essen. (Leider nicht hier in England) Ich muesste sie wirklich selbstmachen. Ich traeume eben davon an Ostern. Wuensche Euch ein schoenes Osterfest.

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  2. Hallo Sigrid, das sind wieder herrliche Bilder und den Duft des Bärlauchs rieche ich bis hier. Vielen Dank fürs Mitnehmen, einfach traumhaft. Liebe Grüße Wolfgang

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    1. Hallo Wolfgang,
      dieser Bärlauchgeruch erfüllt gelegentlich die ganze Küche! Ich mische ihn gerne einfach in den Salat. Bei uns wächst der wirklich vor der Türe. Ich muss da nur mal kurz raus aufs Rad und frisch holen.
      Wünsche dir und deiner Familie noch schöne, restliche Osterfeiertage! Liebe Grüße, Sigrid

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      1. Hallo Sigrid, vielen Dank. Das darf ich euch beiden natürlich auch wünschen. Frohe Ostern und schöne Feiertage auch von mir. Liebe Grüße Wolfgang

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