Zum Jahresende noch eine kleine Chronologie meiner Knie-OP :-)

2020 ist nur noch einen Tag entfernt und so wird es Zeit einen kurzen Rückblick auf die ereignisreichen letzten fünf Wochen. Zwar habe ich eure Beiträge gelesen, auch geliked und mitverfolgt,  aber erst heute habe ich Lust und Zeit euch ein wenig über meine Kniegelenks-Operation zu berichten und dies auch nur in Stichworten:

26.11.19 – 11.00 Uhr <> Hier liege ich nun also – auf meiner OP-Liege. Bis zum OP-Beginn dauert es nur noch wenige Minuten, dann bekomme ich eine Endoprothese eingesetzt. Ob wohl alles gut gehen wird?  Ich bin sehr aufgeregt, aber ich weiß, dass ein sehr erfahrener Chirurg meine Endoprothese einsetzen wird. Der Anästhesist beruhigt mich, lässt mich wegdämmern ……..

26.11.19 – 13.30 Uhr <> So langsam erwache ich aus der Narkose. Aha, ich lebe also noch, habe aber starke Schmerzen, eine Schwester verabreicht mir schmerzstillende Medikamente in den Zugang am Arm. Mein linkes Bein fühlt sich furchtbar an. Das muss wohl das neue Kniegelenk sein 😦  Mein Orthopäde (und Chirurg) kommt im Aufwachraum an mein Bett und fragt wie es mir geht.  Ich sage ihm, dass sich mein Knie anfühlt als hätten hundert Leute darin herumgewühlt 😦  

Mein künstliches Kniegelenk 🙂

TEP

26.11.19 – 16.00 Uhr <> Die Schmerzmittel wirken jetzt gut; eine Physiotherapeutin besucht mich in meinem Patientenzimmer und bittet mich – sofern möglich – aufzustehen und mein neues Kniegelenk zu belasten. Ja, das geht merkwürdigerweise, aber ist ja kein Wunder. Ich habe Tilidin bekommen und spüre keine Schmerzen! Aber das Knie fühlt sich auch nicht komisch an oder irgendwie anders.  

27.11. – 11.00 Uhr <> Die Physiotherapeutin kommt mit einer Motorschiene und erklärt mir, dass ab heute das Knie mobilisiert wird. Beugung 65° am 1. Tag nach der OP. Die Beugung ist schmerzhaft, das Knie bzw. die Wundnaht fühlt sich an als wolle sie platzen, aber die Wunde blutet nur und muss mit einem neuen Pflaster versorgt werden, dann kann es weitergehen mit den ersten Schritten an Gehhilfen einmal hin und her im Zimmer.  Unglaublich, wenn man bedenkt, dass früher nach so einer OP erst mal 12 Wochen Ruhe angesagt waren. 

28.11. – 02.12.19 <> Die Tage bis zur Entlassung in die Reha nutze ich, um zusammen mit den Therapeuten und Gehhilfen ein schönes, gleichmäßiges Gangbild zu üben.  Auch ohne Gehhilfen klappt das schon erstaunlich gut und die Motorschiene beugt das Knie sogar bis 90°. Das ist sehr gut für den Anfang. Einen Tag bevor ich die Klinik verlasse, übe ich sogar schon das Treppensteigen. Mit meiner Genesung und meinem „neuen Knie“ bin ich sehr zufrieden. Heute wird auch zum Abschluss noch eine Röntgenaufnahme gemacht.

Tep2

03.12. – 21.12.19 <> Rehabilitation von früh bis spät, mal mehr und mal weniger, aber von Kniegüssen, Kniewickeln, Sensormotorik Übungen, Lymphomat und Motorschiene bis zu Übungen mit der Endoprothesengruppe und einem Ergotherapeuten werden wir dazu motiviert so viel wie möglich unser „neues Knie“ zu bewegen. Nach zwei Wochen werden die Fäden gezogen und siehe da, die Wundheilung ist wirklich sehr gut.

Fast schmerzfreie Tage wechseln sich ab mit Tagen, wo selbst das Gehen an den Gehhilfen schwer fällt.  Jetzt, wo das Knie ständig in Bewegung ist, ihm viel abverlangt wird,  gibt es auch recht schmerzvolle Tage, aber irgendwie muss man da durch.

Die Krankengymnastin gibt mir gute Tipps für Übungen, die ich dann auch zu Hause weiterhin anwenden kann, um das Knie zu mobilisieren und beweglich zu machen. In der letzten Woche gehen wir schon mit Gehhilfen oder Walkingstücken ca. einen Kilometer weit um einen nahe gelegenen kleinen See.

Meine Reha-Klinik in Bad Rappenau – nur rund 45 Kilometer von meinem Wohnort entfernt.

vESALIUS

Eigentlich läuft alles bestens,  nur mit meinem Bett kann ich mich die ganzen drei Wochen nicht anfreunden.   Ich schlafe nur stundenweise und lese oft stundenlang nachts.  Den Tag meiner Entlassung sehne ich herbei und kurz vor Weihnachten ist es dann auch soweit – ich darf endlich nach Hause.

21.12. – 31.12.19 <> Seit ich zu Hause bin und endlich wieder gut schlafen kann, habe ich die Schmerzmittel immer weiter reduziert, nehme sie nur noch nach Bedarf ein, wenn ich längere Spaziergänge durch die nahen Weinberge unternehme DSC06393– knapp 4 Kilometer – oder wie heute das erste Mal wieder ins Fitnessstudio gehe, wo ich mein Knie auf dem Ergometer 20 Minuten und dem Elypsentrainer 10 Minuten in Schwung gebracht habe. Auch weitere Knieübungen an Geräten mit leichten Gewichten  waren zu meiner großen Freude schon ohne größere Schmerzen möglich.  Hurra!  Es geht aufwärts und es kann nur noch besser werden! 

Was noch nicht so richtig gut klappt ist die Beugung über 110°. Da habe ich Schmerzen in der Kniekehle, aber da werde ich meinen Orthopäden, der auch gleichzeitig mein Chirurg war, mal dazu befragen, wenn ich Mitte Januar zu meinem Nachsorgetermin fahre. Vielleicht ist das ja alles nach noch nicht mal fünf Wochen ganz normal. Außerdem beginne ich demnächst mit Krankengymnastik hier vor Ort. 

Die Devise lautet also „Gut Ding will Weile haben und vor allem Geduld„. Damit bin ich leider nicht wirklich gesegnet, aber nun muss ich sie aufbringen, ob es mir passt oder nicht.

Trotzdem schaue ich zuversichtlich und sehr hoffnungsvoll in die Zukunft und ins nächste Jahr, denn die Aussichten stehen gut, bald wieder längere Wanderungen und Radtouren unternehmen zu können.

Wäre dies auch noch vollkommen schmerzfrei möglich, zähle ich mich wirklich zu den Glückspilzen.images

Allen Followern und Followerinnen,  zufälligen Lesern und Leserinnen wünsche ich schon mal heute einen gelungenden, guten Rutsch ins neue Jahr und für das neue Jahr 2020 vor allem VIEL GESUNDHEIT und Glück!

Seid ♥herzlich♥ gegrüßt  – wo immer ihr auch die letzten Stunden des Jahres verbringen mögt! 

schwein

 

 

 

 

 

 


17 Gedanken zu “Zum Jahresende noch eine kleine Chronologie meiner Knie-OP :-)

  1. Wuensche ein sehr gutes und gesundes neues Jahr. Mit Geduld geht alles….. Sieht ja soweit gut aus. Ich habe nur positives gehoert von anderen , die die OP hatten. Also alles Liebe und Gute dafuer und fuers neue Jahr.

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  2. Hallöchen, ja dann schließe ich mich mal den Genesungswünschen an ( ich hatte auf dem Schirm, daß das schon früher gestartet wurde ).

    Nun denn, so wie ich das lese ist Knie nochmal was anders als Hüfte. Der Kollege aus dem Krankenhauszimmer hat ja auch Knie bekommen und auch so seine Problemchen vor allem mit dem Strecken. Da Du ja aber körperlich doch etwas gewandter bist, denke ich das es schon seinen guten Lauf nehmen wird.

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    1. Dankeschön Manni! Ja, ich muss Geduld haben und das fällt jetzt im Winter leichter als im Frühjahr. Insofern habe ich genau den richtigen Zeitpunkt gewählt für die OP.
      Nächstes Frühjahr kommen wir mal in eure Gegend – evtl. wenn das Märklin Museum geöffnet hat? – oder wir treffen uns mal in den Löwensteiner Bergen, wo ihr doch auch mal hin wolltet.
      Aber erst mal einen guten Rutsch und einen tollen Start ins neue Jahr. Leider bedeutet das ja auch, dass man wieder ein Jahr älter wird 😦 Liebe Grüße, Sigrid

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  3. Liebe Sigrid,

    ich wünsche dir gute Genesung und ein Quäntchen Ruhe und Gelassenheit für 2020. Komm gut rein und pass gut auf dich auf. Im Frühjahr wirst du sicher wieder radeln wie ein junges Reh. 😀

    Alles Gute für 2020
    Liane

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    1. Danke Liane, oh wie ein junges Reh 🙂 Na ja, schauen wir mal. Ich glaube Rad fahren wird kein Problem. Mal sehen wie es mit längeren Wanderungen klappt, aber darüber mache ich mir erst so im März Gedanken…… Einen guten Rutsch und alles Gute für 2020, LG Sigrid

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  4. Liebe Sigrid,
    fuer das Neue Jahr wuensche ich Dir und den Deinen alles Gute, vor Allem gute Gesundheit, und Dir im Besonderen weitere gute Besserung fuer Dein neues Knie,
    Pit

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  5. Einen guten Rutsch wünsche ich dir wegen des neuen Kniegelenkes nicht, aber ein durch und durch gesundes neues Jahr 2020 mit neuen Erfahrungen in deiner Beweglichkeit.

    Lass es dir gut gehen.
    Herzlich,
    Anna-Lena

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  6. Hallo Sigrid, wünsche Dir und deiner Familie ein gutes neues Jahr 2020 mit viel Gesundheit und hoffentlich bald wieder ohne Schmerzen. Geduld, alles braucht seine Zeit. Gruss Wolfgang

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