Immer wieder mittwochs ~ unterwegs mit der „AWO-Radlergruppe“

Hinweis:  Wurde von mir heute noch einmal neu veröffentlicht. Anscheinend erschien er bei vielen gar nicht im Reader,   warum auch immer.  Weiß da jemand Bescheid, warum das manchmal so ist?  Also Pit und Manni nicht wundern, ihr hattet schon kommentiert.

Wie ich schon einmal in meinem Beitrag DIE 🙂 hat uns gerade noch gefehlt (Link) berichtet habe, radeln wir zwar ausgesprochen gerne zu zweit, jedoch seit diesem Jahr auch ziemlich regelmäßig in der Gruppe „AWO Radler“ die es hier in Öhringen wohl schon seit Jahren gibt.

Die AWO-Radler brechen von Mai bis Anfang Oktober jeden Mittwoch  pünktlich um 13.30 Uhr zu einer ca. 40 Kilometer langen Tour auf. Einmal im Monat ist eine längere Tour vorgesehen – ca. 70 Kilometer. Start bereits um 10 Uhr morgens. Es gibt immer einen Tourleiter, meistens ist es Peter, der vorneweg fährt und die Strecke ganz genau kennt. Vielen Dank an dieser Stelle an Peter!! Einmal im Jahr wird sogar eine mehrtägige Radreise angeboten, die aber immer sehr schnell  ausgebucht ist, wie wir erfahren haben. Da muss man wohl sehr schnell sein zum Saisonstart! 

Recht amüsant gestaltet sich jedesmal der „Rudelstart“ 🙂 😉 Zwischen 20 und 30 Leute steigen auf’s Rad und fahren gemeinsam los und meistens erst mal in einer langen Schlange, denn zu zweit auf engen Radwegen geht nicht. Da müssen andere manchmal warten bis wir alle wieder weg sind 🙂

Gleich geht’s los ……

Sofort heißt es alsodann VORSICHT und ABSTAND halten , denn bremst einer weiter vorne löst das eine Kettenreaktion aus, weshalb bei uns absolute Helmpflicht herrscht, aber wir tragen sowieso Helme, weil wir das für notwendig halten im heutigen Straßenverkehr. Nicht oft, aber gelegentlich müssen wir auch kurze Strecken auf einer Straße fahren, einfach weil es keine Radwege gibt.

Achtung Autofahrer: Viele scheinen noch nie etwas von einem Radfahrer-Verkehrsverband gehört zu haben, also bitte mal lesen:

16 oder mehr Radfahrer dürfen zu zweit nebeneinander auf einer Straße fahren und gelten als ein Verkehrsverband. Die meisten Autofahrer scheinen davon noch nie was gehört zu haben. In so einem „Verkehrsverband“ darf die ganze Gruppe über eine grüne Ampel radeln, auch wenn dort schon rot angezeigt wird. Die Autofahrer müssen also warten. Außerdem bedeutet das auch, dass sie nicht zu drängeln und zu hupen brauchen, wenn wir eine Spur mit zwei Radfahrern nutzen. Autofahrer können dann auch nur überholen, wenn sie die ganze Gruppe bzw. den ganzen „Verkehrsverband“ auf einmal überholen können. Dazwischen drängeln geht gar nicht!  

Nachzulesen hier: Quelle: http://www.recht-gehabt.de/radfahren
Sind 16 oder mehr Radfahrer auf Tour, dann bilden sie einen Verband im Sinne der Straßenverkehrsordnung. Das bedeutet, dass sie auch nebeneinander fahren dürfen (§ 27 StVO). Auch in Fahrradstraßen dürfen Radfahrer ohne weiteres nebeneinander fahren.Der geschlossene Verband gilt übrigens als ein Verkehrsteilnehmer. Das bedeutet, dass wenn die Spitze über eine grüne Ampel fährt, der Rest des Verbandes folgen darf – selbst dann wenn die Ampel mittlerweile rotes Licht zeigt. Die einzelnen Teilnehmer müssen also nicht selbständig Halte- und Wartepflichten einhalten.

Unsere kurzen Touren von rund 40 Kilometer werden immer nach 20 Kilometern unterbrochen mit einer Einkehr. Kommen wir also irgendwo an, sei es in einem Café oder in einem der hier in Süddeutschland sehr beliebten „Besa“ – hochdeutsch Besenwirtschaft (das sind saisonal geöffnete Weinausschankbetriebe, in denen der Erzeuger (Winzer) seinen selbst erzeugten Wein ausschenken darf), dann ist der Wirt oder die Wirtin erst mal ein wenig im Stress. So viele Leute auf einmal zu bedienen ist dann doch nicht alltäglich.

Blick auf die Weinberge rund um den Breitenauer See

Erst kürzlich kehrten wir einem sehr beliebten Besen in den Löwensteiner Bergen ein mit einem fantastischen Ausblick auf den Breitenauer See. Die Terrasse voll, innen auch etliche Tische belegt und dann 30 hungrige Radfahrer. Das hat vielleicht gedauert bis wir unsere Bestellung aufgeben durften. Aber immerhin – so nach einer Stunde saßen dann alle zufrieden vor ihrem Tages- oder Besengericht und ließen es sich schmecken. Der guten Laune tat das aber keineswegs Abbruch.

Link (mehr Info) zur Tour nach Reisach in den Besen: https://www.komoot.de/tour/93011144

Oft kündigt uns der Tourenleiter vorher telefonisch an, damit die „Abfertigung“ etwas zügiger geht oder er fragt, ob es denn auch genug Kuchen gibt. Aber das klappt nicht immer und dann ist Geduld gefragt.

Blick von Reisach (Löwensteiner Berge) auf die Weinberge
Blick vom Besen „Seeblick“ auf den Breiteinauer See und ins Sulmtal

Kürzlich konnte sich ein Eiscafébesitzer in einem kleinen Ort über einen super Umsatz binnen kürzester Zeit freuen. Ein Café gab’s nicht, der örtliche Bäcker mit Kaffeeausschank hatte leider geschlossen. Also gab’s einen Eisbecher zur besten Kaffeezeit!

Die komplette Tour findet ihr hier auf Komoot:    https://www.komoot.de/tour/94618728  

Auf der Fahrt von Öhringen nach Kupferzell sieht man weithin die Silhoutte von Waldenburg . Wird auch der „Hohenloher Balkon“ genannt. Gut zu sehen von der A6 aus

Inzwischen färben sich die Blätter an den Bäumen und der Wind lässt sie laut rascheln, morgens ist es länger dunkel, die Temperaturen sind merklich gesunken – ja, der Herbst hat Einzug gehalten und damit dürfte die Saison der Mittwochsradler vorbei sein.

Wir haben viele neue Radfreunde und sympathische Menschen kennengelernt, interessante Gespräche geführt und freuen uns schon auf die Saison 2020, wenn es wieder heißt:

♫♪♫☺~~**~~ ♪♫♪♫ immer wieder mittwochs ♫♪♫☺~~**~~ ♪♫♪♫

Inzwischen sind wir sogar Mitglied beim hiesigen -Ortsverband. Wir finden diese Idee und das Engagement der Verantwortlichen unterstützenswert und tragen gerne unseren Obolus dazu bei.


3 Gedanken zu “Immer wieder mittwochs ~ unterwegs mit der „AWO-Radlergruppe“

  1. Das könnte an den unterschiedlichen Thema und deren Technik dahinter liegen. Ich bekomme auch von grübel zwei Blogs keine Newsmeldung.

    Ansonsten: merke was Autofahrer nicht wissen wollen, das wissen sie dann auch meist nicht. Und auch ganz wichtig, das Überholen hat mit einem Abstand von 1,5m innerstädtisch und 2m außenstädtisch zu erfolgen. Was dann fortgeführt bedeutet, sie müssen mindestens die halbe Gegenfahrbahn einnehmen, oder eben nicht überholen.

    Mal aus dem noch folgenden Link: „…Zuwiderhandlungen werden – auch wenn niemand verletzt wurde – als Nötigung oder Gefährdung des Straßenverkehrs verfolgt. …“

    Link: https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-bottrop/radverkehr/verkehrsregeln/ueberholen-von-radfahrern.html

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    1. Danke Alex, Abstand? Nö, die fahren oft mitten rein zwischen uns. Die sind halt genervt, wenn da 30 Radler so langsam unterwegs sind. Aber ich könnte da regelrecht ausrasten. Aber nutzt ja nichts. Wir ziehen immer den Kürzeren 😧

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