Radfahren vor der Haustüre: Hohenlohe

Ohne Emmissionen und völlig klimaneutral versuchen wir unsere Radtouren direkt vor der Haustüre zu starten. Immerhin gibt es vier Himmelsrichtungen und viele Rad- und Wirtschaftswege, die sich prima auch für längere Touren eignen. Mit Hilfe von Komoot zeichnen wir diese auch auf und können so später die Strecke und das Profil gut nachvollziehen.

Mit unseren Pedelecs sind wir inzwischen so oft unterwegs, dass ich unmöglich über alle unsere Touren hier berichten kann – oder will!  Nur die längeren Touren möchte ich hier dokumentieren.

Eine  Rundtour führt über das schöne Hohenloher Land von Öhringen nach Neuenstein – Kupferzell – auf einer alten Bahntrasse steil hinab nach Künzelsau und dann auf dem Kochertalradweg über Ingelfingen, Niedernhall, Forchtenberg  nach Ohrnberg, von wo aus wir über den Ohrntalradweg zurück nach Öhringen gelangen. Insgesamt sind das schlappe 67 Kilometer, die wir in 3 Stunden und 20 Minuten gefahren sind.  Unterwegs waren wir allerdings um die 6 Stunden, denn wir haben selbstverständlich Pausen eingelegt, um zu essen, fotografieren, einen Kaffee oder Aussichten zu genießen. Durchschnittsgeschwindigkeit: 19,3 km/h

Künzelsau ist die „Hauptstadt“ des Hohenlohekreises und vermutlich kennen nur wenige diese Kleinstadt mit rund 15.000 Einwohner, aber weltbekannt dürfte „Würth“ sein,  denn wer kennt diese Weltfirma nicht.  Bekannt auch das Kultur- und Kongresszentrum „Carmen-Würth-Forum“ . Aber nicht nur das, unser Astro-Alex – Alexander Gerst – stammt ja aus Künzelsau und die Live-Schaltungen in die ISS waren spektakulär für die Künzelsauer, die sich jedes Mal zahlreich vor der Großleinwand versammelt hatten.

Zurück zu unserer Tour:

Von unserem Wohnort nur sechs Kilometer entfernt und über einen Höhenzug sehr gut erreichbar liegt das Städtchen Neuenstein und mittendrin steht das gleichnamige (Link für Infos):   Wasserschloss Neuenstein-

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Eine Besichtigung lohnt sich.. Als Sitz der Adelslinie Hohenlohe-Neuenstein erbaut, befindet sich darin heute ein Schlossmuseum und mit dem Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein das vom Land Baden-Württemberg betreute gemeinsame Hausarchiv des Hauses Hohenlohe.

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Stadtmitte mit Blick auf den „Bürgerturm“, der früher nach Osten als Teil der Stadtbefestigung die Stadt schützte. Heute gehört er dem Schwäbischen Albverein.

Die schwarzen Wolken ließen nichts Gutes ahnen.   Also weiter Richtung Waldenburg. Das Schloss Waldenburg ist weithin gut zu sehen, auch von der A6 aus, denn es liegt hoch oben über dem Tal.DSC09311

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Ein heftiger Regenschauer überraschte uns dann auch urplötzlich unterwegs und ich war nahe dran umzukehren,  aber wir hatten Glück, dass wir unter dem Dach eines Haltestellenhäuschens warten konnten bis die dicken, schwarzen Wolken vorbei waren. Danach wurde es richtig sonnig und ein idealer Tag zum Rad fahren ließ nichts zu wünschen übrig.

Ankunft in Künzelsau und hier das Bahnhofsgebäude, das noch an der ehemaligen Bahnlinie steht.  Daneben gibt’s das Restaurant „Emma“, in das Radler gerne einkehren.

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Wir allerdings machten eine Mittagspause mitten in der Stadt und ließen uns einen Burger schmecken – hausgemacht allerdings und viel leckerer als sein Pendant einer allseits bekannten Burgerkette.

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Gemütlich geht’s zu in Künzelsau!

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Diese Tour führt uns über das Kochertal zurück nach Öhringen. Unterwegs gut zu sehen die Burgruine Ingelfingen.

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Kocher

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Das berühmte Ingelfinger Fass, in dem auch gefeiert werden kann.

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Kochertäler Weinberge

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Ansicht von Niedernhall am Kocher. Hier gibt’s ein sehr schönes Freibad und ein Solebad

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Gärten im Tal, Reben am Hang.  Das ist es, was uns hier so gefällt.

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Nach den dicken, schwarzen Wolken mit viel Regen, ließen sich nachmittags blütenweiße Wolkenbälle am Himmel blicken.

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Kochertal in der Nähe von Sindringen  – kurz vor Ohrnberg.  Das stand die Sonne ziemlich tief.  War ja auch schon später Nachmittag.

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Ab Ohrnberg müssen wir noch rund 12 Kilometer durch das schöne Ohrntal fahren, um wieder zurück nach Öhringen zu gelangen.  Der letzte Sturm hat viele Bäume gefällt und der Radweg war übersät mit Ästen. Ich hatte aber keine Lust mehr abzusteigen und deshalb gibt’s davon keine Fotos.

Die nächste Tour ist natürlich auch schon wieder geplant, aber zwischendurch möchte ich mal wieder in den Wald und Pilze suchen.  Mal sehen, ob wir fündig werden, aber mir macht schon das Suchen an sich Freude, denn es gibt im Wald immer was zu entdecken.

Mein Cube Pedelec muss also zwischendurch mal in der Garage bleiben.

 

 

 

 

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8 Gedanken zu “Radfahren vor der Haustüre: Hohenlohe

  1. So viel Schoenes haben wir nicht vor der Haustuere, aber genuegend radelbare Strassen und Straesschen schon. Deswegen muss ich mich dringend wieder am Riemen reissen und das Radeln wieder anfangen.

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  2. Ja die besten Touren starten an der Haustür, ist auch irgendwie mein Motto. Ich kann mich in all ende Jahren an drei Touren erinnern, wo ich erst mit dem Auto wohin bin. zweimal davon, weil die Anfahrt sonst zuviel Zeit in Anspruch genommen hätte und das erste mal wär’s auch zu weit gewesen. Ich sträube mich innerlich schon davor das Rad in den Zug zu packen.

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    1. Ja, stimmt, wir versuchen das auch. Demnächst wollen wir von hier mit dem Zug nach Schwäbisch Hall im Kochertal fahren, dann entlang zur Quelle des Kocher in Aalen, danach ein paar Kilometer zur Quelle der Rems, 100 Kilometer entlang bis zum Neckar und am Neckar entlang wieder nach Heilbronn, von wo wir „übern Berg“ wieder ins Kocher- bzw. Brettachtal gelangen. Alles Flusstäler. Davon gibt’s hier viele und alle können wir miteinander verbinden. Hügelig ist hier alles, sogar sehr buckelig manchmal, aber man gewöhnt sich dran. Wenn ich an Dortmund denke, wo alles super flach ist und schon Halden als Berge empfunden werden ???? Da müssten die Radler mal hier fahren. Wirklich!! Schönes Wochenende dir, Sigrid

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  3. klar wer kennt Künzelau nicht , die Heimat des Würth-Schrauben Imperiums !!!! habt ihr ja mal wieder eine schöne Tour geradelt und das Wetter hatte auch wieder ein „einsehen“ !!!! Schöne Fotos hast du mal wieder mitgebracht !!! LG Manni

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    1. Ach danke Manni. Freut mich, wenn dir der Beitrag gefällt. Ja die Würth Group ist hier bei uns allgegenwärtig, gerade auch, wenn wir nach Künzelsau fahren, das per Auto 25 Kilometer entfernt liegt. Da kommt man an vielen Standpunkten vorbei. Adolf Würth ist ein gebürtiger Öhringer, weshalb es hier im Hofgarten auch eine Adolf-Würth-Allee gibt. Ich denke, er sponsert hier auch viel. In Schwäbisch Hall steht seine Kunsthalle usw.
      Ja, ich radle und radle und habe dann auch mit den Knien so meine Probleme (meistens erst danach), aber ich denke immer, was soll’s, irgendwie immer weitermachen solange es geht. Bald habe ich einen Termin bei einem neuen Orthopäden, der selbst neue Gelenke einbaut. Ich hoffe, dass da wenigstens links mal was gemacht wird, denn rechts habe ich inzwischen auch schon Schmerzen.
      Ein schönes Wochenende wünsche ich …. Sigrid

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