Urlaubsmitbringsel: Gebrochener Zeh und geprelltes Knie …

… aber immer noch besser als auf dem Kopf zu landen oder auf die viel befahrene Straße zu stürzen, was viel gefährlicher gewesen wäre. Außerdem habe ich ja trotzdem ein paar schöne Fotos mitgebracht  🙂

Also versuche ich es positiv zu sehen, dass mein Urlaub schon nach drei Tagen (s.u.) neue Pläne erforderte. Keine Sorge, ist noch mal gut ausgegangen. Außer einem stark geprellten Knie, Abschürfungen, „schönen“  Hämatomen und einem gebrochenen großen Zeh  und einem gehörigen Schreck ist nichts passiert. Und es gab eine Premiere:  Die erste Fraktur meines schon recht langen Lebens. Dabei hatte ich früher gar nicht mal so knochenfreundliche Hobbies wie z.B. Skifahren oder Reiten und auch damals ging es nicht ohne Stürze ab, aber ein Bruch? Nein, Glück gehabt!

Eigentlich hatte ich vor, ausführlich über längere Wanderungen oder schöne Radtouren zu berichten, die wir im Vorfeld geplant hatten.  Damit war bereits nach drei Tagen Schluss.

Tag 1

  • Ausflug auf die Insel Mainau mit einem ausführlichen Rundgang auf der Blumeninsel und anschließend mit dem Rad nach

  • Konstanz, wo wir übrigens das erste Mal auf Fahrradstraßen fuhren, alle blau angemalt und hier haben die Radler Vorfahrt. Toll!

Wer die Blumeninsel Mainau noch nicht kennt, sollte sich bei nächster Gelegenheit selbst einmal dieses Vergnügen gönnen, wenn er sowieso am Bodensee weilt.  Per Schiff oder Auto ist dieses Blumenparadies erreichbar.  Ich finde ja, dass man solche Locations auch mit Fotos gar nicht wirklich „rüberbringen“ kann.  Deshalb hier nur ein paar „Appetithäppchen“.

Tag 2

  • Scheidegger Wasserfälle

  • Hausbachschlucht in Weiler i. Allgäu

Die Scheidegger Wasserfälle sind ein schönes Ausflugsziel, auch mit Kindern, denn es gibt einen Spielplatz und einen Kiosk, wo man kleine Snacks, Kuchen, Kaffee und andere Erfrischungen kaufen kann.

Die Hausbachschlucht ist ca. 5 Kilometer lang und geht stetig bergauf durch einen schattigen Wald. Der schmale Pfad führt immer entlang des Hausbachs und ist im Sommer angenehm kühl zu gehen.

Tag 3

  • Radtour Scheidegg – Weiler i.Allgäu – Lindenberg – Scheidegg. Das war’s auch schon, denn kurz vor unserer Ferienwohnung geschah dann das, was man in einem Urlaub so überhaupt nicht brauchen kann, ein Unfall – in meinem Fall ein Sturz vom Rad. 

Passiert ist es auf einem an sich schon schmalen Radweg (rotes Kreuz), der nur durch einen etwa ein Meter breiten Grasstreifen von der Straße getrennt ist. Mir kam ein junger Radfahrer entgegen, der immer wieder Schlenker machte, um dem wild wuchernden Gebüsch entlang des Radweges auszuweichen. Ich meinte ganz rechts am Asphaltweg radeln zu müssen. Dann ging alles ganz schnell, denn ich kam ab vom Asphalt, rein ins Gras, kam nicht mehr im spitzen Winkel zurück auf den Radweg, konnte aber auch nicht „ausholen“, um wieder drauf zu kommen (dafür war zu wenig Platz zur Straße hin), sondern rutschte entlang der Asphaltierung und verlor die Balance. Bremsen ging noch, aber dann fiel ich auch schon nach links auf den Radweg auf’s Knie, auf den Ellbogen und der Zeh geriet wohl unters Pedal.  Übrigens sahen wir zwei Tage später, dass der Grundstücksbesitzer seine Hecke zurückgeschnitten hatte.  Vielleicht hat er hinter seinem Grünzeug mitbekommen, dass etwas passiert war.

Na ja, zunächst stand ich ja  blitzschnell wieder auf meinen Beinen, blutete zwar ein wenig am Arm, aber mir war auch sofort klar, dass meinem Kopf rein nichts passiert ist, da ich mich abgestützt hatte, aber nachdem ich dann noch bis zur Ferienwohnung geradelt war, bekam ich dann doch nachts ziemliche Schmerzen, das Knie schwoll an und ein Besuch in der orthopädischen Ambulanz war notwendig. Der Befund erfreute mich so gar nicht und noch jetzt ist der große Zeh getapt, das Knie erfreut mich in allen Farben und die Kniescheibe schmerzt ordentlich.

Übrigens ist meinem neuen „Cube“ Rad fast gar nichts passiert. Nur einige kleine Kratzer an der Schaltung und ebenso an meinem Klickfix am Lenker. Am Rahmen gar nichts. Da habe ich wohl mein Rad komplett mit meinem Körper geschützt 😦

Trotz Einschränkungen und mit Stöcken humpelnd haben wir dann doch noch etliche, allerdings kürzere Stadtbesichtungen geschafft, jedoch nicht ohne  Tabletten. . Vom Arzt in der Klinik hatte ich Acoxia verschrieben bekommen, die 24 Stunden wirken – und das taten sie wirklich:

Wer die Treppen nicht gehen kann, nimmt einfach den Aufzug im Turm und kann in verschiedenen Ebenen aussteigen.  Für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen eine große Erleichterung.  Für mich auch, denn so konnte ich trotz Knieschmerzen und gebrochenem Zeh einen Ausflug auf dem SkyWalk unternehmen.  Ein wirklich tolles Erlebnis.  Ich kenne schon die Baumwipfelpfade im Hainichen Nationalpark und in Bad Wildbad, aber dieser hier ist besonders. Der ganze Pfad ist nicht fest installiert, sondern flexibel, so dass auch die Besucher das Gefühl haben, in den Wipfeln mitzuschwingen.  Ein super Gefühl und sehr eigenartig, aber eine klasse Idee.

Es gibt auch einen Barfußpfad und Walderlebnispfade unterhalb des Skywalk.  Da haben sich die Macher wirklich was Tolles einfallen lassen.

Ein herliches Panorama kann man von hier oben genießen und es wackelt gewaltig, denn die gesamte Anlage schwingt mit.

  • Fahrt auf den Hochgrat

Der Hochgrat gehört zur Nagelfluhkette und ist der Hausberg von Oberstaufen.

Bildquelle: http://www.airnbnb.fr
  • Oberstaufen

Wenn ich jetzt im Nachhinein lese, wo ich dann doch überall „rumgedackelt“ bin mit meinem Verband am Zeh und dem schmerzenden Knie, habe ich wohl doch die Zähne ordentlich zusammen gebissen.  

Hauptsache bis Ende Juli ist alles wieder einigermaßen verheilt, denn dann gibt’s eine große Hochzeitsfeier. Ich bin nämlich „Schwiegermama“ geworden und das soll ordentlich gefeiert werden und da würde ich auch gerne wieder das Tanzbein schwingen.

In diesem Sinne, genießt die schönen Sommertage und lasst es euch gut gehen, wohin auch immer ihr reist!

So eine hübsche Kuh mit sanftem Blick haben wir auf dem Hochgrat getroffen!
Ist sie nicht bildhübsch? Hoch oben auf über 1800 Meter auf dem Hochgrat genießt diese Kuh die gute Luft und frisches Gras.  Die frische Milch gibt es im Allgäu überall zu kaufen oder zu kosten auf Almen!

20 Gedanken zu “Urlaubsmitbringsel: Gebrochener Zeh und geprelltes Knie …

  1. wir haben ja schon geschrieben und ausgetauscht !!! Alles Gute und weiterhin gute Besserung !!!
    Jetzt habe ich den Beitrag im Reader bekommen nur zur Info !!!!
    viele Grüße an Egon und ich wünsche euch eine tolle Hochzeitsfeier und viel Spaß !!!! LG Manni
    ps: die Blumenente auf der Mainau gab es schon vor 30 Jahren , nur zu Info !!! Habe ein Foto von damals wo meine Kinder davorstanden !!!!

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    1. Danke Manni, Gutes überdauert halt Jahre und die Mainau gehört dazu. Noch kann ich weder Rad fahren noch länger gehen, aber ist ja noch nicht so viel Zeit vergangen seit dem Sturz. 17 Tage, so eine Prellung ist hartnäckig. 🙄😫😟

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      1. Die Bestrahlungen werden in der Radiologie Göppingen gemacht. Das sind Ärzte die sich halt mit MRT, Computertomographie, Mamographie ect. auskennen ! Wenn die Bestrahlungen abgeschlossen sind muss ich wieder zum Orthopäden !!!!

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    1. Vielen lieben Dank. Ich muss Geduld haben. So eine Prellung am Knie ist wirklich schmerzhaft und ein gebrochener Zeh ist auch blöd. Der Bodensee und die Insel Mainau ist schon alleine eine Reise wert. Da gibt’s so viel zu entdecken rund um den See. LG Sigrid

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