„Hamballetour“ Hohenlohe am 21.4.19

„Du bisch aber a Hamballe“, so sagt man bei uns zu einem liebenswerten, manchmal aber etwas begriffstutzigen oder auch törichten Mitmenschen. Die Betonung liegt auf der ersten Silbe: Hamballe.

Hamballebrunnen
Hamballe Brunnen in Öhringen

Jährlich wird in Öhringen eine humorvolle Persönlichkeit mit dem „Silbernen Hamballe“ ausgezeichnet. Ausspruch eines silbernen Hamballes: „Die Öhringer Bürger sind sehr vornehm, denn sie nehmen am Sonntag in der Kirche den anderen Leuten nicht die Sitzplätze weg.“ Umgangssprachlich ist jeder ein Hamballe, der in Öhringen geboren ist.

Die Hamballe-Tour wurde also wohl so benannt, weil sie in Öhringen startet und endet. Gefunden haben wir sie beim Tourismusverband Baden-Württemberg unter „Radsüden“. Tourlänge knappe 40 Kilometer, dafür jedoch recht „buckelig“! Es war so warm, dass ich zum ersten Mal im Top ohne Ärmel fahren konnte. Die vielen Steigungen haben aber auch dafür gesorgt, dass mir nicht kalt wurde.

Die Hamballe Tour ist knapp 40 Kilometer lang und recht „buckelig“ – wie man hier so schön sagt.

Ein Start vom Haus weg ist immer gut und so führt die Tour erst einmal stadtauswärts und immer aufwärts und nach Zweiflingen.

Vermutlich ist euch das überhaupt kein Begriff. Jedoch ist das dort ansässige Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe weit über die Grenzen hinaus für seine excellente Küche bei Gourmets sehr bekannt. Hier kocht nämlich Boris Rommel der im November 2017 den zweiten Michelin Stern erhielt. Außerdem kommen Golfer von weit her, um im Golf-Club Heilbronn Hohenlohe ihrer Leidenschaft zu frönen. Im Schlosshotel hat auch Mick Jagger schon genächtigt als er mit den Stones in Stuttgart ein Konzert gab.

Endlich oben angekommen auf der Höhe, können wir unsere Räder in Serpentinen bergab rollen lassen und zwar zum ersten kleinen Ort mit der Endung ….sall.

Sall Foto

Die Sall ist ein Bach, nur 20 Kilometer lang, die in den Kocher fließt, aber sie hat hier einigen Orten ihren Namen hinten dran gehängt: Tiefensall, danach folgten Orendsall, Kirchensall,, Langensall, Hohensall, Mangoldsall.

Hier ein Blick auf das Profil der Tour.

profil hamballe

Zwischen jedem Ort war wieder eine Steigung zu bewältigen, wie ihr hier gut sehen könnt. Zwischendurch gings etwas geruhsamer zu auf der Hohenloher Ebene und danach fahren wir unterhalb von Waldenburg vorbei an Neuenstadt zurück nach Öhringen.

Unterwegs kamen wir noch an einer Weide mit einer Herde Angusrinder vorbei. Das Fleisch kann man direkt beim Erzeuger erwerben. Prospekt haben wir mitgenommen.

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Und wie immer bei unseren Touren sind meine Lieblingsmotive Blumen, Blüten und Insekten! Hier eine kleine Auswahl.

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Diese Tour haben wir letzten Sonntag unternommen bei herrlichstem Wetter und für den Mittwoch darauf war bereits die nächste Tour geplant. Durch Zufall haben wir nämlich im Mitteilungsblatt gelesen, dass es hier eine AWO-Radlergruppe gibt, die regelmäßig von April bis September jeden Mittwoch eine Tour fährt. Darüber ein andermal mehr.

Einen schönen, sonnigen 1. Mai wünsche ich und wie könnte es anders sein, auch für morgen ist eine Radtour geplant hier in der Umgebung zusammen mit Freunden und Bekannten. Je nach Wetterlage wird sie kürzer oder länger. Aber sie hat Tradition seit vielen, vielen Jahren. Hoffentlich können wir sie noch lange pflegen!


14 Gedanken zu “„Hamballetour“ Hohenlohe am 21.4.19

  1. Ganz wunderbare Bilder hast Du da mitgebracht, liebe Sigrid, von Eurer Tour.
    Mit „recht buckelig“ waere sie aber – zumindest jetzt noch nicht – etwas fuer mich, wie ich gestern, bei meinem ersten „Ausritt“ in diesem Jahr feststellen musste, als ich fuer die letzten paar Meter mein Rad geschoben habe, obwohl es da nur 7 % waren und ausserdem nur ein kurze Steigung. Da muss ich noch ueben. Aber wird schon kommen.
    Liebe Gruesse,
    Pit

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    1. Wir sind schon fast 300 km gefahren im Frühjahr und haben auch schon längere Touren gemacht (63 km). Das Popo 😁 ist immer die Achillissehne >im übertragen en Sinn<. Muskeln und Fitness erhalten wir uns ja durch Training in den Wintermonaten. Einen neuen Sattel muss ich auch erst mal „einfahren“. Liebe Grüße Sigrid

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      1. Eigentlich sollte ich ja auch schon viel mehr geradelt sein – aber der innere Schweinehund. Ich habe aber fest vor, den zu besiegen. Der Allerwerteste haelt meine kurzen Strecken schon aus, und fuer die laengeren braucht’s halt Gewoehnung. Probleme machen mir bei den Rennradlenkern der Oberarm-, Schulter- und Nackenbereich. Aber auch das geht vorbei.
        Fuer mein Fargo denke ich auch ueber einen neuen Sattel nach, einen Brooks. Den muesste ich dann aber auch einfahren. Mal schauen.
        Liebe Gruesse,
        Pit

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      2. Nun ja, auch mit Rennradlenker kann ich, wenn ich oben drauf greife, relativ aufrecht fahren. Ganz unten greife ich nur aeusserst selten. Da muss ich zum Einen den Kopf zu sehr in den Nacken legen, wenn ich voraus ueberhaupt etwas Anderes sehen will als mein eigenes Vorderrad, und zum Anderen ist bei der gekruemmten Haltung dann auch mein Bauch im Wege. 😉

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  2. viel Spaß dann morgen und hoffentlich macht das Wetter einigermaßen mit !!!!
    PS. Das von die erwähnte Hotel habe ich gleich mal auf Google angeschaut ! Tolles Ambiente aber leider nichts für meinen Geldbeutel !!! LG Manni

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