Quimper, wo sich Kultur, Kunst, Mode und drei Flüsse vereinen

Quimper – bret. Kemper, was so viel wie Zusammenfluss bedeutet, ist eine Stadt im äußersten Westen der Bretagne im bekannten Département Finistère.

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Hier fließen die Flüsse Jet, Steir und Odet zusammen. Links und rechts des Flusses Odet liegt das mittelalterliche Viertel Locmaria. Neben den pittoresken Gässchen und einer romanischen Kirche ist der Garten „Le Jardin du Prieure Locmaria“ direkt am Flussufer einen Abstecher wert.

Besonders schön ist auch eine der ältesten, gotischen Kathedralen:  St. Corentin.  Drei Jahrhunderte Jahrhunderte wurde an ihr gebaut und sie war Bischofssitz.  Leider kann ich euch keine Fotos von innen zeigen.  Eine Besonderheit ist aber der Knick im Hauptschiff.  Wer mag kann oben auf den Link klicken und sich die Informationen dort abholen 🙂

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Weithin und von fast überall zu sehen sind die Türme von St. Corentin.  Die Kathedrale prägt das Stadtbild maßgeblich mit.

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Quimper stand übrigens ganz oben auf meiner Wunschliste bei unserer „Tour de Bretagne“.  Vor rund 40 Jahren war ich schon einmal da und schon damals bin ich dem Charme dieses Städtchens (ca. 63000 EW) erlegen.  Die Fachwerkhäuser,  die vielen hübschen Boutiquen mit, Kunst, Mode und Schuhen – ein ausgefallenes Paar Sneaker habe ich mir sofort gekauft –  haben es mir angetan. Auch die beliebten „Macarons“  gibt es hier in großer Auswahl! Allerdings müssen die teuer bezahlt werden.  Ich werde demnächst mal versuchen, sie selbst herzustellen.  Kann ja so schwierig auch nicht sein. Hoffentlich!

Quimper ist auch berühmt für seine  Fayance-Werkstätten. Seit vier Jahrhunderten werden hier  nach alter Tradition die Fayencen vollständig per Hand geformt und verziert.  Um hier alles in Ruhe anschauen zu können, hätten wir noch gut und gerne drei Tage bleiben müssen.

                

Und nun folgen Fotos von Fachwerkhäusern, die ich alle in der historischen Altstadt fotografiert habe.  Bei manchen muss man fast ein wenig Angst haben, so alt und zerbrechlich sehen sie aus.  Aber sie haben ja immerhin schon Jahrhunderte überstanden.

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Vor den Toren der Stadt liegt zudem das Outlet von „Armor Lux“.  Dieses Label hat seinen Sitz in Quimper. armor-lux-matrosenshirt-langarm--16729_01Vielleicht sagt euch das nichts, aber jeder von euch kennt vermutlich den Look.  Querstreifen,   maritim = Matrosenlook. Pullover, T-Shirts, für warme oder kalte Tage.  Alles in ausgezeichneter Qualität.

Diese „Mode“ gehört zur Bretagne schon seit ich das erste Mal dort war. Viele tragen diesen Look und deshalb durchstreifte ich auch mit wachsender Begeisterung den großen Laden mit einer einzigartigen Auswahl an trendiger Mode.  Natürlich wurde ich auch fündig 😉  Eine schöne Softshelljacke und ein T-Shirt bereichern seitdem meinen Kleiderschrank.  Eine schöne Erinnerung an meine Lieblingsstadt in der Bretagne.

Quimper lag  auf  unserer Strecke nach Concarneau, wo wir auf jeden Fall Station machen wollten, denn hier kommt dann Kommissar Dupin wieder ins Spiel!  Die Beschreibung dieser Stadt in Reiseportalen hat mich neugierig gemacht.

Der eigenwillige Commissaire Georges Dupin wird von Paris in die Bretagne nach Concarneau strafversetzt und da er gewohnt ist, in der Großstadt zu leben, hat er Probleme, sich in der bretonischen Provinz zurechtzufinden. Weil auch die Bretonen sehr eigenwillig und Fremden gegenüber reserviert sind, muss sich Dupin durch gute Ermittlungsarbeit Respekt verschaffen und lernen, sich an die Lebensgewohnheiten der Einheimischen anzupassen ……….     (Text nachzulesen unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Kommissar_Dupin)

Inzwischen sind es nur noch 10 Tage bis Weihnachten und schwuppdiwupp „rutschen“ wir wenige Tage später ins neue Jahr hinein.  Eigentlich wollte ich meine Beitragsreihe „Wohnmobilreise in die Bretagne“ bis Ende des Jahres fertig stellen, aber es kommt ja ständig was dazwischen im sogenannten“Unruhestand“ 🙂  


13 Gedanken zu “Quimper, wo sich Kultur, Kunst, Mode und drei Flüsse vereinen

  1. Danke fürs Mitnehmen. Als Fan von Kommissar Dupin, Amor Lux und der Reiserei im Allgemeinen habe ich den Beitrag gerne gelesen!
    Gruß und eine schöne restliche Adventszeit
    Cablee

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  2. Quimper! Da werden Jugenderinnerungen wach. 1963 war ich da, per Schueleraustausch. Ich muss aber gestehen, ich erinnere mich an nichts mehr vom Ortsbild. Danke daher ganz besonders fuer die Fotos. Was mir aber noch ganz deutlich in Erinnerung ist: es war irgendein lokaler Festtag, waehrend wir da waren, mit einem Festumzug, und die Musik waren ausschliesslich Dudelsaecke. Fuer eine halbe und sogar eine ganze Stunde ist das ja nett anzuhoeren, aber fuer geschlagene 4 Stunden?! Da war dann dieses Wimmern doch unertraeglich.
    Liebe Gruesse,
    Pit

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    1. Danke Manni. Wenn ich die Beiträge schreibe, werden unsere Erlebnisse noch mal sehr lebendig. Wir haben in den drei Wochen wirklich viel gesehen und erlebt. Gestern waren wir in Esslingen. Sehr schön dort. Haben auch Familie dort getroffen. Der Tag ging ratzfatz rum. Gegessen haben wir in der „Kleinen Traube“. Lecker und schöne alte Wirtschaft. LG Sigrid

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      1. genau und so soll es doch auch sein mit den Erinnerungen.
        Ich war noch nicht auf dem WEihnachtsmarkt und ehrlich bin auch nicht so der Fan davon. Evtl. am Sonntag bei mir im Dorf. Der ist klein aber man kennt dort wenigstens die Leute ! Die kleine Traube kenne ich leider nicht. Sieht du diese Woche hätte es mit dem Treffen eh nicht geklappt. Habe Probleme mit meinem linken Fuss und bin krankgeschrieben derzeit ! LG Manni

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  3. Den blauen Himmel und Sonne vermisse ich gerade ein wenig in der nasskalten Wintertristesse. Dabei sollten wir über den vergangenen Sonnensommer ja dankbar sein.

    Noch schöne vorweihnachtliche Tage und liebe Grüße sowie danke fürs Mitnehmen,
    Anna-Lena

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    1. Im Moment müssen wir hier für jeden Regentag dankbar sein. Es fehlt so viel Wasser in den Böden hier. Deshalb gehen wir einfach auf schöne Weihnachtsmärkte, wenn wir Licht brauchen oder zünden viele Kerzen an. Sonne gibt’s bestimmt auch bald wieder, aber wir hatten ja so viele Sonnentage 2018 wie noch nie. Liebe Grüße von Sigrid

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