Auf den Spuren von Kommissar Dupin

Als Krimi-Fan kenne ich natürlich die Fälle von Kommisar Dupin und sie alle spielen in der Bretagne:

Der Autor Jean-Luc Bannalec erzählt in seiner Krimireihe „Kommissar Dupin“ von den Ermittlungen des Kommissars George Dupin in der Bretagne. Jedesmal spielt der Fall in einer anderen Region. Dupin ist ein koffeinabhängiger, eigensinniger Pinguinliebhaber und gebürtiger Pariser. Nachdem er an seinen neuen Arbeitsplatz zwangsversetzt wurde, muss er dort allerlei hochspannende Fälle lösen. Teilweise wurden die Krimis auch verfilmt.

Um den 9.9.18 sind wir mit unserem Wohnmobil in der Gegend um Perros Guirec (Nordküste Bretagne ) unterwegs und wollen endlich selbst die „Rosa Granitfelsen“ bestaunen. In dieser Gegend spielt übrigens der 6. Band „Bretonisches Leuchten“.

Und die Strände hier! Einfach nur traumhaft schön!

Wir sind nicht hier her gekommen, um einen Strandurlaub zu verbringen, aber hier bekommen wir Lust dazu!

Was für ein Licht und dieses schöne Farbenspiel!

Da sind sie noch mal zu sehen: „Côte de Granit Rose“

Frühmorgens sind wir in Pordic gestartet. Nachzulesen unter Wandern und Rad an der Côtes-d’Armor und steuern nun nach einer kleinen Stippvisite an die Rosa Granitküste die Halbinsel Crozon an, die wie ein liegendes Kreuz in den Atlantik hinein ragt und den Westen der Bretagne in Norden und Süden teilt. Crozon (bret.Kraozon) liegt imn Départment Finistère im Nordwesten der Bretagne.

Besonders spektakulär sind die Steilklippen am Cap de la Chevre, die bis zu 100 Metern tief ins Meer fallen. Auch die Felsformationen sind sehr sehenswert.

Genau deswegen sind wir hier her gekommen.

Zunächst aber suchen wir einen Campingplatz und haben wieder mal Glück: Camping Presqu’Ile . Dort versteht man recht gut Englisch und auch sonst sind wir sehr angetan. Die Übernachtung ist allerdings nicht gerade günstig. Wir zahlen 20 €. Dafür bekommen wir saubere sanitäre Einrichtungen, einen überdachten Swimmingpool und einen großzügigen Platz, den wir uns selbst aussuchen dürfen. Ein Restaurant gibt es nicht, aber Snacks und Getränke. Die Alternative wäre ein Stellplatz auf einem öffentlichen Parkplatz mitten in der Stadt gewesen, aber wir ziehen Campingplätze vor, wenn wir länger als einen Tag bleiben.

Haben wir Hunger, suchen wir meistens eine Crèperie auf, denn die Crèpes de blé noir – also Pfannkuchen aus reinem Buchweizenmehl – schmecken uns erstaundlich gut.

Hier bei uns sind ja meistens nur die Crèpes aus hellem Mehl bekannt und auch fast immer nur in süßen Varianten, aber die aus Buchweizenmehl schmecken einfach super, sättigen und sind zudem auch noch glutenfrei. Mit Spiegelei, Speck, Schinken, Käse oder Gemüse gefüllt schmecken sie köstlich. Es gibt eine riesige Auswahl auf der Speisenkarte. Wir bestellten dazu meistens eine Flasche gut gekühlten, perlenden Cidre, der hier regionaltypisch aus Tassen getrunken wird und verkorkt ist wie ein Champagner. So ein Cidre

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hat nur wenig Alkohol und kann ohne Reue genossen werden. Zudem waren wir ja fast ausschließlich mit den Rädern unterwegs.

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Lasst euch von den Fotos von dieser grandiosen Landschaft mit den beeindruckenden Steilküsten, ausladenden Stränden und der schönen Flora bezaubern. Diese Felsformationen sind spektakulär und sehen oft aus als wären sie von der Hand eines Riesen aufgetürmt worden.

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Vorsicht beim Klettern entlang der Steilküste. Hier sind Fehltritte lebensgefährlich!

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Im Sommer sind diese Strände bevölkert. Aber wir können uns kaum vorstellen, dass es hier auch nur annähernd wie auf „Malle“ aussieht – auch nicht in der Hochsaison. Hier gibt es einfach so viele Strände, dass sie für jeden genügend Platz bieten.

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Besonders auffällige Spinnennetze auf den Pflanzen oberhalb der Küste

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Angeln und nach Muscheln graben – Lieblingsbeschäftigungen der Bretonen. Wie der Angler überhaupt dort vorne auf den Felsen hingekommen ist, bleibt uns ein Rätsel. Ach, du siehst keinen? Schau mal auf die Pfeile, dort steht er, aber auch ich sah ihn nur zufällig als ich die Felsen näher heran zoomte. So entstand das zweite Foto!

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Hinweisschilder an der Steilküste ~ bretonisch – englisch

Hier an der Steilküste gibt es ausgeschilderte Wanderwege. Und weil hier immer ein kühles Lüftchen weht, ist es hier selbst an warmen Tagen angenehm.

Auf den Felsen hoch über dem Wasser herum zu klettern und die Brandung zu beobachten war ein tolles Erlebnis. Hier hat es uns sehr gut gefallen.

Und anscheinend nicht nur uns 🙂


11 Gedanken zu “Auf den Spuren von Kommissar Dupin

    1. Vielen Dank Liane. Ja, wir waren sehr begeistert von diesen Stränden und Klippen. Die Bretagne ist eine „Wundertüte“ für uns gewesen. Und wir hatten ja noch 10 Tage vor uns. ☺Liebe Grüße von Sigrid

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  1. Hallo Sigrid. Eine wunderschöne Gegend und das Meer, einfach traumhaft. Super schöne Fotos wie immer. Vielen Dank und liebe Grüße Wolfgang

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    1. Danke Wolfgang ☺ Bei den Strandfotos könnte man auch an die Karibik denken, oder? Es war auch genau so warm, aber was für ein Unterschied, was die Touristen angeht. So viel Platz zum „Strand genießen“. Schon lange nicht mehr erlebt. Grüßle Sigrid

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  2. Crepes sind meine Lieblingserinnerung an die Bretagne! Auch wenn es schon 55 Jahre her ist.
    Liebe Gruesse, und hab‘ ein feines Wochenende,
    Pit

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    1. Kann man ganz einfach selbst machen. Ich habe hier inzwischen für Freunde einen bretonischen Abend veranstaltet und Dank Buchweizenmehl haben die Crepes super geschmeckt.
      Sorry für fehlende Accents. Auf meinem Tablet ist das nicht möglich 🤔 Liebe Grüße von Sigrid

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      1. Hallo Sigrid,
        Crepes zu machen habe ich noch nicht selber probiert. Ich denke, sie so duenn zu kriegen waere fuer mich ein Problem. Aber wer weiss.
        Apropos Accents: Du musst Dich doch nicht entschuldigen. Ich setze auch keine, obwohl ich es bei meiner Tastatur koennte. Und wie Du weisst/siehst, verwende ich wegen der englischen Tastatur ja weder Umlaute noch ein „sz“. Auch da koennte ich auf die virtuelle deutsche Tastatur umschalten, ist mir aber zu laestig.
        Liebe Gruesse, und hab‘ eine feine Woche,
        Pit

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