Draußen und unterwegs in Haltern am See und Haard

 

Ungefähr 50 Kilometer müssen wir fahren, um in ein sehr schönes Waldgebiet, nämlich Die Haard  zu gelangen, wo wir in den letzten Jahren schon des Öfteren auf „Pilzejagd“ gegangen sind. Doch nur ein einziges Mal sind wir so richtig fündig geworden und haben viele schöne Röhrlinge in unseren Korb packen können, die von uns meistens in Form von „Risotto ai funghi“  mit Genuss verspeist wurden.  Aber auch ganz ohne Pilzfunde hat dieser Wald etwas Magisches!

Unser Ziel war aber zunächst Haltern am See, wo ich schöne, nostalgische Espressotassen abholen wollte, die ich in einer Kleinanzeige entdeckt hatte.  Haltern liegt nördlich der Haard und wurde  2015 deutschlandweit aus einem sehr traurigen Anlass bekannt, nämlich als  im März 2015 der Copilot einen Airbus in den Alpen zum Absturz brachte und 18 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer aus dieser Stadt mit in den Tod riss.

Haltern gehört zum Landkreis Recklinghausen und hat einiges zu bieten, vor allem herrliche Bademöglichkeiten am Stausee und am Silbersee.  Hier ein Foto des Badestrandes. Da kommt Südsee-Feeling auf 😀

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Seebad, Haltern am See  (Fotoquelle: Seegesellschaft Haltern mbH)

Auf dem Rückweg nach Dortmund steuerten wir zielstrebig einen Parkplatz am Waldrand an, denn ohne einen schönen Spaziergang unternommen zu haben, wollten wir nicht nach Hause fahren.

Unbenannt

Von unzähligen Pfaden durchzogen, die teilweise sehr schmal sind und kreuz und quer durch den Wald führen, freue ich mich jedes Mal wieder hier zu wandern oder auch nur einen längeren Spaziergang zu machen.

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Schön zu gehen sind solche Waldwege!

Rechts und links des Wegs wachsen mannshohe Farne oder Brennnesseln. Teilweise fühle ich mich hier wie im Dschungel, in dem wir uns auch schon mal fast verlaufen  und nur über viele Umwege zum Auto zurück gefunden haben.  Seither ist immer das Smartphone dabei mit GPS.

Brenneselwald
Dschungel aus Farn

Beim kürzlichen Sonntagsspaziergang genossen wir aber – neben der Stille im Wald – auch den Duft des reifen Getreides, das am Waldesrand im Wind wogte.   Die Farbe reifen Korns ist unnachahmlich.  Ein Leuchten wie Gold 😀  Wunderschön!

Wenn das mal kein schöner Platz ist, um kurz inne zu halten:

Auch einige Heilpflanzen habe ich entdeckt entlang einer großen Waldwiese.  Zum Vergrößern bitte klicken!

 

Dieser Spaziergang war wohl der letzte, den ich jemals in der Haard unternommen habe und auch die Kaffeepause auf den Seeterrassen in Haltern wird wohl die letzte gewesen sein an diesem Ort.  Vermutlich werde ich nie wieder hier her kommen!  Das macht mich aber nicht traurig, denn ich werde viele Orte hier in der größeren Umgebung von Dortmund in sehr guter Erinnerung behalten.  Die Haard gehört ganz sicher dazu!  Ab September gilt es neue Entdeckungen zu machen in Öhringens Umgebung, z.B. im Schwäbisch-Frankischen Wald und der Hohenloher Ebene.

Bald ist Endspurt beim Umzug und ich bin sowas von froh darüber, denn alles, was mit muss oder auch weg kann,  hat man im Vorfeld eines Umzugs einmal in der Hand und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viele Teile das sind in so einem Haushalt. Unglaublich! Gestern war der Keller noch einmal dran, denn auch hier musste alles in Kartons gepackt werden – selbst das Werkzeug, das wir im Moment nicht benötigen,  Weihnachtsdekoration, Winterstiefel ….  und es gab wieder ein ganzes Auto voll Krimskrams, der wieder mal entsorgt werden musste.

Ich mag gar nicht dran denken, dass wir beim Einzug ja wieder alles auspacken und in Schränke, Regale, Schubladen oder den Keller räumen müssen  :mrgreen:  :mrgreen:

Das war’s dann mal von hier im Revier und Umgebung!

 Maisversteck

Als Kind habe ich mich so gerne im Maisfeld versteckt und wir haben auch sehr gerne mitten drin gespielt. Damals erschien mir der Mais riesengroß –  und wie eindeutig zu erkennen ist,  wächst er mir auch heute noch über den Kopf!   😀

 

 

 


16 Gedanken zu “Draußen und unterwegs in Haltern am See und Haard

  1. Diese vielen Baeume [es sieht wirklich parkaehnlich aus] und die Rehe waren ein ganz wesentlicher Grund fuer unserer Entscheidung, dieses Haus zu kaufen. Leider hatten viel Eichen – das wussten wir aber bereits beim Kauf – „oakwilt“. Das ist ein durch Insektenbiss uebertragener Pilz, der selbst eine ausgewachsene Eiche innerhalb eines Jahres umbringen kann. Je nachdem, wie weit der Befall fortgeshcritten ist, gibt es nichts dagagen. Und selbst wenn es frueh erkannt und behandelt wird, gibt es kaine Garantie. Wir haben leider schon 21 ausgwachsene Ecihen haben faellen lassen muessen. Aber die anderen scheinen es zu packen. Bitte die Daumen halten.
    Auch wenn es hier keinen „oeffentlichen“ Wald gibt, so habe ich aber doch ganz prima kleine Straesschen zum Radeln. Zig Meilen, wenn ich will – bzw. kann.
    Gerade scheint ganz wunderbat die tiefstehende untergehende Sonne in den Vorgarten, und vor meinem Fenster laufen die Rehe herum und grasen. Da geht einem das Herz auf!

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  2. Sehr schöner Beitrag und erst die Fotos 👍👍👍. Da könnte man echt eifersüchtig werden… Da wäre ich jetzt auch gerne!
    Liebe Grüße aus Köln sendet euch Nina

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    1. Das verstehe ich sehr gut. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen irgendwo zu leben, wo es keinen Wald gibt. Waldspaziergänge bedueten für mich Lebensqualität. Dass es hier im Ruhrpott nur kleine Waldgebiete gibt, ist richtig schade, deshalb sind wir öfter mal ins Sauerland gefahren oder in die Hohe Mark (Haard), wo man absolute Stille erleben kann und nur das Rauschen der Blätter hört. Im Wald entspannt man sich sofort, spürt sich ganz anders. Die Bäume tun was mit uns …. jedenfalls mit mir. Jedenfalls steht schon jetzt fest, dass ich auch meine allerletzte Ruhestätte im Wald haben werde. Schön schattig in Nachbarschaft zu einer schönen Buche vielleicht? Wir ziehen ja jetzt wieder in eine waldreiche Gegend und da freue ich mich richtig drauf. Gerade im Sommer ist der Wald so erholsam Allerdings bin ich zu jeder Jahreszeit gerne im Wald. Wir walken da sehr gerne über Stock und Stein!

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      1. Ja, hier direkt gibt es zwar durchaus (etwas) Wald, wenn auch nicht sehr dicht und grossflaechig, aber das Land ist in Privatbesitz und da ist betreten verboten. Mit Wandern ist da nichts. 😦 Da muessen wir schon mit unserem Grundstueck vorlieb nehmen, wo wir zwar nicht wandern koennen [so gross ist es nun doch nicht], aber wenigstens schoen unter alten Baeumen [Eichen udn Zedern ] sitzen. Fuer (ausgedehntere) Waldspaziergaenge muessten wir dann schon etwas weiter fahren. Es gibt da schon National und/oder State Parks, in denen das gut moeglich ist und wo es auch schoenen Baumbestand gibt.

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      2. Schön, dass ihr so alte Bäume habt auf eurem Grund und Boden. Ich bin auch so aufgewachsen in einem Haus mit großem Garten und vielen alten großen Obstbäumen. Bei neueren Häusern ist das leider nicht der Fall. Ich hatte nur Sträucher und Blumen im Garten, aber ein riesiges Waldgebiet vor der Tür und Obstwiesen ebenfalls.
        Das ist das schöne am Landleben. Das hat mir hier in der Großstadt sehr gefehlt. Bald ändert sich das wieder.

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  3. Schöner Beitrag Sigrid und von Haltern am See habe ich das erste Mal gehört als das Unglück mit dem Flugzeugabsturz war. Es kam natürlich so groß in den Medien das einem der Ort nicht mehr aus dem Gedächtnis kommt.
    Sehr schön der Strand am See ! Stimmt da kommt Sommerfeeling auf !
    Wünsche euch trotz dem Stress noch schöne letzte Tage in eurer (alten Heimat ) ! Bald kannst du sie ja zählen !!!! LG Manni

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    1. Zählen kann ich sie schon lange, aber jetzt so zum Schluss wird’s ein bisschen hektisch. Fast täglich liegt irgendwas an, weil wir über Kleinanzeigen noch Dinge verkaufen oder verschenken Die ganzen Anfragen lesen, bearbeiten, Leute anrufen, mit der Vermieterin den Übergabetermin vereinbaren, Gardinenstangen abschrauben … usw. Nebenher habe ich noch etliches bestellt im Internet, was wir für die neue Wohnung brauchen.. Nebenher immer neue Kartons packen. Du glaubst gar nichts, was da alles so zusammen kommt aus Schubladen Ein Gutes hat es: Bei jedem Umzug wird alles entsorgt, was ich zwei Jahre nicht mehr benutzt oder angezogen habe. Ob Geschirr, Schuhe, Kleidung, Dekoration.
      Morgen in einer Woche kommen die Umzugprofis und laden alles auf den LkW. Da atme ich erst mal auf, um dann zwei Tage später alles wieder in Empfang zu nehmen. Auspacken macht ja auch keinen Spaß und noch vor Mitte August fahren wir noch mal nach Dortmund, um restliche Tapeten zu entfernen. Aber heute in EINEM MONAT habe ich, bzw. haben wir es endlich überstanden und müssen erst mal nirgendwo hin fahren!
      Ein schönesWochendende wünsche ich dir. LG, Sigrid

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      1. Danke Sigrid und alles hört sich nach unwahrscheinlich viel Arbeit und Stress an was es ja auch ist. Bin ja auch schon desöfteren umgezogen aber eben immer im gleichen Landkreis ! Seit ich mir ein Eigentum gekauft habe denke ich das war`s in der Richtung ! Übers Wochenende ist mal wieder ein Kegelausflug angesagt. Diesmal gehts in die Berge nach Ehrwald unterhalb der Zugspitze. Hoffentlich macht das Wetter einigermaßen mit !

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      2. 😀 Gut. Also Lust damit mal Experimente zu machen hätte ich auch, aber im Moment ist mein Kopf „voll“ mit ganz anderen Dingen. So eine Kugel mal mit in den Wald zu nehmen und Pilze zu fotografieren, stelle ich mir spannend vor. Vielleicht fehlt mir aber auch die Geduld, so ein Foto lange vorzubereiten . Ich mache meine Fotos immer eher so im vorbei gehen. Geduld ist nicht gerade meine Stärke! Bin gespannt, ob ds Wetter so gut ist, dass deine zum Einsatz kommt.

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