Wiederseh’n macht Freude!

  1. Dieser „Spruch“ gilt nicht nur, wenn wir etwas verliehen haben und es tatsächlich ohne Aufforderung wieder bekommen  🙂    oder wenn man nach längerer Zeit wieder gute Freunde und Familie trifft und eine wunderschöne Zeit miteinander verbringt –  nein, er gilt auch,  wenn sich ein Städtchen – in dem Fall Öhringen – noch schöner präsentiert als ich es in Erinnerung hatte. Also echte Wiedersehensfreude.  Früher wohnten wir nämlich  in der Nähe von Heilbronn  bevor ich vor 8 Jahren ins Ruhrgebiet zog – und damals fuhren wir oft nach Öhringen, denn für Kinder gab es schon  einen riesengroßen, attraktiven Spielplatz im Hofgarten,  in den gemütlichen Gassen konnte wunderbar gebummelt, eingekauft und in zahlreichen Straßencafés eingekehrt werden. Nicht zu vergessen, die äußerst beliebte Eisdiele „Simonetti“, vor der sich an Sommertagen regelmäßig lange Schlangen bilden.  Daran hat sich offensichtlich nichts geändert. Im Gegenteil, Öhringen ist regelrecht aufgeblüht.  Wir konnten uns davon überzeugen als wir kürzlich in unserer neuen, zukünftigen Wohnung schon mal erste kleine Arbeiten erledigt haben und abends noch schnell einen Stadtspaziergang unternommen haben. Und das hat auch einen guten Grund.

ÖHRINGEN, ein kleines Städtchen mit rund 22.000 Einwohnern  – die meisten von euch werden es nicht kennen und müssten erst mal auf der Karte nachschauen –  liegt östlich von Heilbronn in Hohenlohe.  Heidelberg, Heilbronn, Stuttgart, Karlsruhe sind sowohl mit der Bahn als auch mit dem Auto schnell erreichbar, ebenso der Kurort Bad Rappenau mit seinem schönen Solebad „Rapsodie“ und die Salzstadt Schwäbisch-Hall. Wir finden ja, dass wir eine richtig gute Wahl getroffen haben mit unserem neuen Wohnort.  Wie ich ja schon in meinem Beitrag  Glück gehabt erzählt habe.

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Ich vermute mal, dass Öhringen selbst vielen Menschen aus Baden-Württemberg nichts sagt, aber es bekam Aufwind und wurde bekannter, weil  2016 die  Landesgartenschau unter dem Motto „Der Limes blüht auf“ dort stattfand.  1,3 Millionen Besucher konnte die Landesgartenschau anlocken. Ein wirklich großer Erfolg und eine gute Bilanz!

So eine LaGa hat auch immer was Gutes für die Bürger – und Nachwirkungen.   Alles, was für die Gäste schön hergerichtet und neu gebaut wird, bleibt den nachfolgenden Generationen erhalten.  So ist das auch in Öhringen und wir profitieren nun auch von den vielen schönen Veränderungen.

Südlich des Schlosses, das direkt am Marktplatz liegt, gelangt man über eine Treppe oder einen Aufzug in die historische Parklandschaft des Hofgartens.  300 Jahre alte Bäume und historische Gewächshäuser bezaubern die Besucher ebenso wie barocke Gartenkunst und wunderschön angelegte Blumenbeete, aber auch viel Platz und Weite! Die neuen Alleen laden zum Flanieren ein. Die Fontäne im Weiher schießt eindrucksvoll in die Lüfte. Hier lässt es sich wirklich sehr gut leben.

Spaziergang im Hofgarten:

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Nur etwa 1500 Meter entfernt wurde in der Cappelaue ein moderner  Landschaftspark mit vielen Freiräumen und neuen Wegen angelegt.Eine einzigartige Limeshecke, die auf 450 Metern Länge das historische, römische Erbe der Stadt Öhringen nachzeichnet ist unübersehbar und eine gärtnerische Meisterleistung.

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Rot blühende Limeshecke – © http://www.laga.2016

Was wir auf unserem Spaziergang in Öhringen sonst noch alles entdeckt haben, zeige ich auf Fotos mit entsprechenden Erklärungen.

Los geht’s:

Nach getaner Arbeit hatten wir große Lust auf eine gute Tasse Kaffee und einen leckeren Kuchen.  Und wo bekommt man das?  Natürlich im Café Nussknacker, das inzwischen direkt im Schloss beheimatet.

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Eingang Schlosscafé

Im Café erinnerte mich dieser Herd an meine geliebte Oma Berta, die auf genau so einem Exemplar kochte, In ihrer Küche war es immer schön warm, weil der Herd immer mit einem oder zwei Holzscheiten in Gang gehalten wurde.  Warmes Wasser war zudem immer im Überfluss da. Rechts der Wasserbehälter reicht tief hinein in den Herd und wird mit Wärme versorgt durch das Feuerchen direkt unter den Herdringen – links auf dem Herd zu sehen.  Außerdem habe ich genau so ein Bügeleisen aus Uromas Zeiten auch bei mir als Dekoration im Regal stehen.  Dort hinein wurde glühende Kohle gefüllt und dann gebügelt.  Das war noch ein Kraftakt.  Das Bügeleisen ist richtig schwer!

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Nostalgischer Herd. Meine Oma hatte denselben.
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So was nenne ich effektiv – Rezept direkt auf der Herdplatte

Weiter ging’s  über den Marktplatz durch die Fußgängerzone und zurück unter einer Brücke hindurch in den Hofgarten und hier die Fotos dazu:

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Marktplatz mit Brunnen und  Gastronomie (Italiener, was sonst?)

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Freundlich und beschaulich präsentiert sich die City von Öhringen
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Üppige Verzierungen findet man an diesem schönen alten Fachwerkhaus:   Hofapotheke

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Hübsch dekoriert ist dieser kleine Brunnen in der Fußgängerzone – und niemand hat die Blumen geklaut oder sie sonstwie zerstört.  Irgendwie beruhigend, dass so etwas auch noch möglich ist.

Ein weiteres Café macht mit diesen prägnanten Köpfen an der Fassade auf sich aufmerksam und lädt zum Verweilen ein:  Der Mühlenbeck!

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Einmal durch Öhringen hindurch und auf der anderen Seite wieder hinein in den Hofgarten.  Nicht ÜBER diese Brücke muss man gehen, sondern unten durch, aber weiter rechts 😀  (auf Foto nicht zu sehen).   Nebenbei fiel mir noch dieser stark verwitterte Fensterladen auf.  Wie alt diese Farbe wohl schon ist?

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Auch die Enten fühlen sich wohl in dieser schönen Umgebung.  Platz genug für den Nachwuchs!
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Wohnen direkt an der Stadtmauer und Hofgarten

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Neu angelegte Allee im Hofgarten mit Blick auf das Schloss und die Kirchtürme der Stiftskirche
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Hoftheater mit Orangerie

Leider war die Zeit zu kurz für eine Besichtigung der Orangerie, aber Öhringen läuft uns ja nicht weg.  Eher wir müssen uns noch ein wenig gedulden!

Nach diesem Spaziergang durch Öhringen kennt ihr das kleine Städtchen in Hohenlohe auch ein wenig besser.  Eine über Öhringen hinaus bekannte Familie ist eng verknüpft mit dieser Stadt:  VON WEIZÄCKER.  Eine Schule trägt den Namen von Richard von Weizäcker und der inzwischen verstorbene ehemalige Bundespräsident hat diese mehrmals besucht und auch eingeweiht.

Bis zum Umzug ist noch so unendlich viel zu tun und zu planen. Auch Verkäufe müssen getätigt werden, denn weder für unsere Küche noch für unsere schöne Markise haben wir Verwendung in der neuen Wohnung. Dabei sind sie grade mal beide 7 Jahre alt!  Ja, mit finanziellen Verlusten geht so ein Umzug schon auch einher. Leider!

Manchmal fürchte ich in dem ganzen Durcheinander auch  etwas zu vergessen, was getan werden muss, aber ich habe ja ein dickes Notizbuch, wo jeder Gedanke notiert wird, der mir durch den Kopf schießt.  Listen, Maße, Telefonnummern, Adressen – alles findet sich darin wieder und kann nach Belieben aufgerufen und nach Erledigung abgehakt werden. Ein Notizbuch finde ich durchaus nicht antiquiert, sondern mir  hilft es die Gedanken zu ordnen, alles in die richtige Reihe zu bringen und Prioritäten zu setzen.   Die Vorfreude auf die Rückkehr setzt jedoch auch neue Kräfte frei.

In diesem Sinne grüße ich euch und falls ich demnächst länger eine Blogpause einlege und keine Beiträge veröffentliche, dann wundert euch nicht.  Ich lese eure Beiträge und kommentiere auch gelegentlich, aber manchmal wird mir einfach die Zeit – und auch die Lust – für mehr fehlen!

Also bis zum nächsten Mal – wann immer das auch sein mag    – 🙂

☼Sigrid☼


26 Gedanken zu “Wiederseh’n macht Freude!

  1. Hallo Sigrid, tolle Fotos wie immer!
    Besonders sprang mir das Waffeleisen mit direktem Rezept dazu ins Auge. Solch ein Waffeleisen hatten wir früher auch noch. Kann ich mich noch sehr gut dran erinnern. Leider war unseres ohne Rezept.
    LG von Ulla

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  2. Ein wunderschöner Wohlfühl-Ort. Ich wünsche Dir bis zum Umzug noch viel Kraft und sag Dir aus einer oftmaligen Umzugserfahrung – es wird schon – auch wenn es zwischendurch chaotisch ist und du einige Dinge vielleicht nicht wiederfindest – es wird …. und dann kommt der Moment, wo alles wieder an seinem Platz ist und Du Dich über Dein neues Zuhause freuen kannst. Herzliche Grüße, Cornelia

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    1. Danke Cornelia! Stressig ist, dass alles gut durchdacht und geplant werden muss, wenn man nicht eben mal nur um die Ecke zieht oder 50 Kilometer weiter. Bei uns muss der Umzug auf den Punkt genau klappen, denn ein paar Mal 400 Kilometer hin und her zu fahren – also 800 Kilometer – wäre wirklich unerträglich. Nach dem Umzug noch einmal in die alte Wohnung, vollends ausräumen, evtl. Tapeten entfernen, putzen. Und gerade diese Organisation ist schwierig, denn wir müssen eine komplette Küche verkaufen, obwohl wir sie ja auch noch brauchen, weitere Möbel usw. So viel wie möglich vorher erledigen. Ja, der Stress ist vorprammiert, aber da ich alles aufliste, notiere, plane bleibt doch tatsächlich noch Zeit, hier zu kommentieren 🙂 Liebe Grüße, Sigrid

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      1. Hallo, liebe Sigrid! Sorry für die späte Antwort – ich bin im Moment so eingedeckt mit Arbeit, dass ich für meinen geliebten Blog und meine „Kollegen“ gar keine Zeit habe:-( – ich wollte nur nachfragen, ob es Dir/Euch gut geht und Dir ein bisschen Mut zusprechen in der stressigen Umzugszeit. Alles Liebe, Cornelia

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  3. Hallo Sigrid-vielleicht erinnerst du dich(zwischenzeitlich bin ich aus Rom/von der Amalfiküste zurück.Es wird noch dauern bis ich meinen Beitrag dazu fertig habe).Da habt ihr aber ein wirklich schönes Städtchen und ganz toll deine Infos und Photos dazu(auch mir gefällt die alte Fensterlade).Ich hoffe alles klappt mit dem Umzug!Ein Notizbuch nutze ich übrigens auch und stimme dir da voll zu-überhaupt nicht antiquiert!Herzliche Grüße Andreas(ich bin schon wieder unterwegs Richtung Paris….)

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    1. Hallo Andreas, schön, da freue ich mich schon, was du zu berichten hast. Ich habe grade nicht so den Kopf frei für Berichte von Wanderungen etc., aber ab und zu kommt schon noch was und im Herbst dann auch wieder mehr – hoffentlich! Über den Umzug Beiträge zu schreiben finde ich dann doch eher langweilig, obwohl mich das ganze Unterfangen ganz schön in Atem hält. Schönes Wochenende, Sigrid

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      1. Ja Sigrid, das hab ich schon richtig verstanden. Das ist in etwa so als wenn man Weihnachten ein neues Fahrrad bekommt, aber klingeln darf man schon mal 🙂 🙂 🙂

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      1. großstadt – kleinstadt; ehrlich gesagt, wir haben uns da nie klar entschieden und pendeln immer zwischen berlin und bautzen hin und her – wenn wir nicht überhaupt wo anders sind. aber das städtchen, wo du hinziehst, scheint wirklich malerisch zu sein…

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  4. gute Zeit Sigrid und das scheint ja ein schmuckes Städtchen zu sein ! kenne Öhringen halt nur vom hören und sagen ! Glaub war auch noch nie dort ! Also gute Zeit noch und macht euch nicht zuviel Stress !!! LG Manni

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