Wunder der Natur trifft Wunder der Technik

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Die Ausstellungen im Gasometer Oberhausen sind für uns immer wieder ein Highlight.   Denn: Der Gasometer Oberhausen ist als Industriedenkmal  die höchste Ausstellungs- und Veranstaltungshalle Europas. Mit einem Speichervolumen von 347 000 m³, 117 Metern Höhe und knapp 68 Metern Durchmesser war er bis 1988 Europas größter Scheibengasbehälter.  Der Gasometer eignet sich ausgezeichnet für monumentale Ausstellungen wie zuletzt „Christo’s Big Air Package“ und „Der schöne Schein“.

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Seit ihrer Eröffnung ist  die AusstellungWunder der Natur“  ein Besuchermagnet.

DIE ERDE VON OBEN    – Text-Quelle: Gasometer Oberhausen

Höhepunkt der neuen Ausstellung ist die Erde selbst. Im riesigen Innenraum des Gasometers wird unser blauer Planet leuchtend zum Leben erweckt: Der Rundgang durch die „Wunder der Natur“ gipfelt im Blick auf eine 20 Meter große Erdkugel, die im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers schwebt. Bewegte, hoch aufgelöste Satellitenbilder werden detailgenau auf die Erdkugel projiziert. Der Besucher erlebt die faszinierenden Erscheinungen der Erdatmosphäre im Wechsel von Tag und Nacht und dem Wandel der Jahreszeiten. Die Fahrt im gläsernen Panoramaaufzug auf das Dach des Gasometers bietet anschließend einen Blick auf unseren Heimatplaneten, wie ihn sonst nur Astronauten erleben.

Projektpartner ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die vom beteiligten Team des Earth Observation Center in Oberpfaffenhofen geschaffene Animation hat auf der Erdkugel eine Auflösung von 58 Millionen Pixeln – was etwa dem Siebenfachen eines digitalen Kinos entspricht. Inklusive Vorarbeiten wurden eineinhalb Millionen Bilder erzeugt, mehr als 100 Tage waren die Rechner dafür im Einsatz.

Kurator der Ausstellung „Wunder der Natur“ ist Prof. Peter Pachnicke. Zusammen mit Nils Sparwasser gestaltet er die Erdskulptur, deren technische Realisierung durch das DLR, Intermediate Engineering und geo – die Luftwerker erfolgt.

Bei uns war es heute der zweite Anlauf, denn beim ersten Mal schreckte uns eine sehr lange Schlange ab.  Voraussichtliche Wartezeit wahrscheinlich eine Stunde oder länger.  Heute jedoch waren wir früh da und waren mit die ersten an der Kasse. Wir wohnen ca. 60 km entfernt von Oberhausen, aber jeder Kilometer der Anfahrt hat sich gelohnt – sogar zwei Mal.

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Ich habe euch ein paar Fotos mitgebracht von unserem schönen blauen Planten, die ich selbst gemacht habe. Die Schönheit unserer Erde hat mich sprachlos gemacht (und das will was heißen 😉 und beim Betrachten – aus der Perspektive eines Astronauten –  sind wir uns winzig klein und unbedeutend vorgekommen.  Trotzdem haben wir Menschen es geschafft, so viel Natur zu zerstören, die Meere zu vergiften und mit Plastik zu füllen, täglich sterben viele Tierarten aus, Wälder in unvorstellbarer Größe werden gerodet …… Von oben sieht sie noch völlig intakt und wunderschön aus und wir müssen endlich begreifen, dass wir Menschen keine Alternative haben und Tiere und Pflanzen mit größtem Respekt behandeln müssen.

20 Meter große Erdenkugel frei schwebend im 117 Meter hohen Gasometer

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Zwei Videos zeigen euch, was euch erwartet.  Die 20 Meter große Erdkugel im 100 Meter hohen Gasometer schweben zu sehen, ist aber noch mal was ganz anderes.  Ein ganz tolles Erlebnis, das auch weite Wege lohnt.

Wunder der Natur   Video auf Youtube

Produktion der Erdskulptur – Video auf Youtube

Fotografiert aus dem gläsernen Panoramalift  aus der 10. Etage.

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Wer mag, der kann draußen auf dem Gasometer zusätzlich die Aussichtsplattform erklimmen und aus über 100 Metern Höhe ins Ruhrgebiet blicken.  Ein gläserner Lift fährt hoch in die 10. Etage.

Ganz oben auf dem Gasometer,  Rhein-Herne-Kanal, Ausblick aufs Ruhrgebiet

Auf dem Weg zur Aussichtsplattform und der Blick zur Halde Prosper Daniel

Am 13. September 2016 herrschten draußen Temperaturen von über 30 Grad.  Die Sonne schien wolkenlos vom Himmel und das führte dazu, dass die Stahlwände des Gasometer selbst innen eine unglaubliche Wärme abstrahlten.  Ein Schild wies deshalb darauf hin, dass  es im Inneren und in den oberen Etagen sehr warm ist und für ausreichend Flüssigkeitszufuhr zu sorgen ist.   Wir legten auch eine kleine Pause ein im Gastronomiebereich und genossen eine eiskalte Cola und eine Butterbrezel brezel-201020063334  Bemerkenswert für’s Ruhrgebiet! Als ich 2009 hier her zog, gab es fast überhaupt noch kein Laugengebäck zu kaufen und deshalb freut es mich, dass der Ruhrpott endlich auch Geschmack daran gefunden hat.

Ein ganz besonderes Erlebnis sind auch die großformatigen Fotos von Tieren und Pflanzen,     die aber alle dem Copyright unterliegen, weshalb ich stellvertretend ein Foto hier einstellen möchte unter dem Motto „Die Intelligenz der Natur“.  Sie lässt sich einiges einfallen, um sich fortzupflanzen und zu verbreiten.   Zu den Fotos gibt es Erklärungen, aber es besteht auch die Möglichkeit sich einen Audioguide für 3 € auszuleihen.

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Na, habe ich euch neugierig gemacht?  Und wenn ihr schon extra nach Oberhausen fahrt, dann besucht doch mal die  Neue Mitte Oberhausen  Ein Klick lohnt sich! 

Die Ausstellung „Wunder der Natur“ läuft noch bis Ende des Jahres.  Montags geschlossen!

Direkt daneben liegt eines der größten Einkaufscenter Europas das „Centro“ und die „König-Pilsener-Arena“.  Ja, Oberhausen hat einiges zu bieten, u.a. ebenfalls ganz in der Nähe Europas größtes „Sea-Life“ Aquarium.   Ab Ende Oktober kann ein Besuch des Gasometer zudem mit „Disneys Tarzan“ im Metronom Stage Theater verbunden werden.  Wenn das mal keine Gründe sind, einen Abstecher ins Ruhrgebiet zu unternehmen  😎

Übrigens …. noch 6 Tage bis    Zum ersten Mal

Ich  bin ehrlich froh,  dass wir zur Zeit noch nicht im Wohnmobil unterwegs sind.

😎😎😎😎    🔆Sigrid 🔆   😎😎😎😎


25 Gedanken zu “Wunder der Natur trifft Wunder der Technik

  1. Hallo Sigrid,
    mit dem Beitrag hast Du mir so richtig Lust auf das Ruhrgebiet gemacht. Sehr interessant geschrieben und wunderschöne Fotos noch dazu. Danke!

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  2. Hallo Sigrid,
    danke für den Artikel – Industriedenkmäler finde ich höchst spannend. Und wenn dann noch der Bogen zur Natur geschlagen wird… Ein Grund mal wieder ins Ruhrgebiet zu reisen. Ich habe ja lange in Köln gewohnt und kann mich noch gut an die Eröffnung des „Centros“ in Oberhausen erinnern – war aber ziemlich enttäuscht: Einkaufszentrum und Kunstwelt halt. Aber da hat sich bestimmt auch Einiges verändert seitdem.

    Habe gerade gesehen, dass es bei euch bald losgeht mit WoMo… da bin ich mal auf deine Berichte gespannt!

    Liebe Grüße von Andrea

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    1. Die Ausstellung lohnt sich sehr. Das Centro muss ich auch nicht haben, war ich auch nicht drin, aber es gibt ja auch noch in der Nähe in Gelsenkirchen die Erlebniswelt ZOOM. Kennst du diesen Zoo? Fanden wir auch toll. Könnte man verbinden! Liebe Grüße Sigrid

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    1. Stimmt, aber ich würde nie nur wegen der Aussicht hinfahren! Die Ausstellungen anzuschauen lohnen sich wirklich sehr. Da haben die „Macher“ immer super Ideen. Ich bin Fan von Alexander Gerst und habe während seinem Aufenthalt im Weltall seine Fotos bewundert bei facebook. Er hat fantastische Fotos veröffentlicht und so ungefähr erlebt man das auch bei dieser Ausstellung. LG

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    1. Ja, bei über 30 Grad im Wohnmobil wäre gar nicht mein Ding. Wer hätte gedacht, dass es im September noch so heiß ist. Aber so um die 20 – 22 Grad wären natürlich schon super, wenn wir die Räder dabei haben und kleine Ausflüge machen wollen. LG Sigrid

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    1. Hallo Michael,
      hast du dann die Ausstellung „Christo Big Package“ gesehen? Das fand ich ja auch total beeindruckend. Das „Centro“ ist besonders in der Advents- und Weihnachtszeit schön, wenn es toll herausgeputzt ist und so richtig strahlt, aber mich machen solche Menschenaufläufe eher nervös. Ich bin lieber da, wo nicht so viele sind 🙂 LG Sigrid

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      1. P.S. Schade, dass ihr da nicht wart bei eurem Ruhrpottbesuch. Ich finde, dass der Gasometer wirklich sehr sehenswert ist und die Ausstellungen immer ein tolles Erlebnis sind. Wer dann noch Lust auf Power-Shopping im „Centro“ hat oder im Stage Theater ein Musical besuchen möchte, der kann da gut zwei Tage verbringen. Das größte Sealife Aquarium Europas ist ja auch gleich daneben, genauso wie Legoland https://www.legolanddiscoverycentre.de/oberhausen/

        Oberhausen selbst verödet innerstädtisch, Geschäfte schließen, dafür wird in der „Neuen Mitte“ echt was geboten. Es gibt dort auch unzählige kostenlose Parkplätze und ich glaube 5 oder 6 riesige Parkhäuser. Da wird nicht gekleckert, da wird geklotzt 😉

        Liebe Grüße, Sigrid

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      1. Hallo Maren, insgesamt war ich schon drei Mal in Dresden – davon einmal eine ganze Woche lang und wir haben unglaublich viel gesehen. Schau mal hier: https://aktiv60plus.wordpress.com/2015/08/09/dresden-per-pedes-und-auf-dem-drahtesel-entdecken/
        Das ist ein Beitrag, den ich damals geschrieben habe. Uns gefällt Dresden, aber nun wollen wir mal noch mehr entdecken im „Osten“, weshalb wir uns ein WoMo gemietet haben. Wir sind wirklich gespannt und hoffen auf trockenes Wetter. Liebe Grüße, Sigrid

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  3. Danke fuer’s Mitnehmen, liebe Sigrid, und die schoenen Bilder, ganz besonders die fantastischen Aufnahmen von unserem blauen Planeten. Wie schlimm, dass wir Menschen dabei sind, diese Schoenheit zu zerstoeren! 😦
    Hab’s fein,
    Pit

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