Winterpause für Drahtesel und Wanderschuhe

„Wanderungen“ sind im Moment bei uns nicht vorgesehen. Ja, lange Spaziergänge im Romberpark oder Walking im Wald, wo auch gut mal 8 km zusammen kommen, aber „wandern“ – das heißt bei mir immer unbekanntes Terrain erkunden mit Rucksack, Proviant , Fotoapparat.

Von unserer ersten Steilküstenwanderung Las Aguas-Barranco d el Ruiz auf Teneriffa hatte ich ja bereits berichtet.  Als ich die Fotos unserer zweiten Wanderung jetzt noch mal ansah, beschloss ich, daraus einen Beitrag zu machen,  weil die🔆sonnigen🔆 Bilder gerade jetzt in der nasskalten Jahreszeit Lust auf Sommer, Sonne, Aktivitäten in der Natur machen und die Zeit bis dahin etwas kürzer erscheinen lassen    😉

Wanderung No. 2  Puerto de la Cruz/Punta Brava bis San Pedro  und zurück –  12 km – Wetter: sonnig bis bewölkt,  28 Grad, hohe Luftfeuchtigkeit

Anstelle vieler Worte folgen nun einfach Fotos mit kurzen Erklärungen:

Hier beginnt der Wanderweg – auch „Rambla de Castro“ genannt, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Schon der Durchblick hat uns viel Lust auf „me(h)er“ gemacht.

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Blick auf die Küste und unseren Wanderweg kurz vor dem „Start“

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Überall auf den steilen Felsvorsprüngen angeln die Einheimischen

An besonders steilen Abschnitten sind die Wanderwege durch Absperrungen gesichert, weil es ganz schön weit runter geht an vielen Stellen – wie hier gut zu sehen ist:

 

An vielen Stellen gibt es auch kleine Wege durch die Felsen ans Meer zu kleinen Stränden, die meist sehr steinig sind, aber gerne von den Einheimischen besucht werden. Uns wäre schon der endlos lange Abstieg zu anstrengend gewesen an diesem heißen, schwülen Tag.

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Bei jedem Schritt raschelt und wuselt es, denn die großen Eidechsen (lat. (Gallotia galloti) sonnen sich zu Tausenden auf den warmen Steinen. Männchen und Weibchen sind sehr gut zu unterscheiden. Das Männchen macht auf sich aufmerksam mit seiner blauen Farbe am Kopf.  Wir haben ausgewachsene Exemplare mit gut 40 cm Länge gesehen, aber auch sehr kleine Eidechsen. Sogar im Poolbereich unseres Hotels haben sie sich neben den Liegen gesonnt.

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Herr und Frau Eidechse

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Männchen 30 – 40 cm lang

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Eine beindruckende Industrieruine ist „Casa Hamilton“ – ein Wasserpumpwerk von 1903, das gebaut wurde, um das kostbare Süßwasser, das an dieser Stelle ans Tageslicht kam, nicht ungenutzt ins Meer fließen konnte.   Noch heute kann man die gemauerten Wasserleitungen erkennen, die das Wasser einer Quelle bis in die Bananenplantagen des Orovatatals pumpten.

„El Elevador de Aguas de Gordejuela „  zu deutsch: „Aufzug“ der Quelle von Gordejuela

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In diesem Gebäude wurde die erste Dampfmaschine Teneriffas betrieben. Die gesamte Anlage wurde von der Familie Hamilton und Militäringenieur Jose Calvan zu beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Auch heute noch – mehr als 100 Jahre später – sind die Wasserleitungen gut zu erkennen.  Im oberen Stockwerk wohnten die Angestellten des Wasserpumpwerks.

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So karg die Landschaft auf diesen Fotos aussieht, so üppig wachsen an manchen Stellen riesiege Feigenkakteen, Blumen, Palmen und sonstige Schönheiten, wenn sie bewässert werden oder irgendwo ein wenig Wasser „abzapfen“ können bzw. an Hängen, wo sich Wasser sammeln kann.

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Diesen kleinen Barranco mussten wir nicht hinab- und wieder hinaufsteigen.  Eine schöne Brücke erleichterte die Überquerung und auch sonst war der Wanderweg bestens gepflegt. Unterhalb liegt „Casa Hamilton“.

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Achtung Stolpergefahr und ohne Trekkingschuhe nicht zu empfehlen
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Rundgang um „Los Roques“

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Mit diesem Blick auf das herrlich blaue Meer und die beiden Möwen beende ich unsere Teneriffa-Wanderung hier im Blog, aber auch wir werden wahrscheinlich erst in ein paar Jahren wieder mal nach Teneriffa fliegen, obwohl uns die Insel „bezaubert“ hat.

Ich hoffe, dass die Fotos einen kleinen Eindruck vermitteln konnten, dass Wanderungen  und herrliche Ausblicke überall möglich sind – nicht nur in den Bergen!

Vielen Dank für’s Lesen und kommentieren.  Besucht mich doch mal auf  Küchenplauderei  Ich würde mich sehr freuen ♥

 

Es grüßt euch herzlich

☼Sigrid☼


10 Gedanken zu “Winterpause für Drahtesel und Wanderschuhe

  1. Das muss tatsächlich eine ganz wunderbare Wanderung gewesen sein, wie deine schönen Bilder vermuten lassen. Wir machen gerade auch nur Spaziergänge (wenn überhaupt) und ich freue mich schon auf Wanderungen. Da macht dein kleiner Bericht sehr viel Lust zu. Fast meint man, die Wärme zu spüren.
    Liebe Grüße, Ingrid

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  2. Bei uns in Österreich muss sowieso erst einmal der Winter kommen. Habe gehört, dass es bald bis zu -17 Grad geben wird! Werde mir dann deine Bilder ein zweites Mal ansehen. Dann aber zum aufwärmen!

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    1. In Winter ist für uns einfach mehr Fitnesscenter und Schwimmen angesagt. Irgendwann geht es wieder los und darauf freuen wir uns um so mehr, wenn mal eine Pause eingelegt werden muss. Schönes Wochenende.LG

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  3. Die Fotos spiegeln tatsächlich die Eindrücke wieder wie wir sie erlebt und in uns aufgenommen haben. Ist schon schön da, aber die nächsten Wanderpläne führen uns eher nach Süddeutschland, Allgäu, wo es uns auch sehr, sehr gut gefällt. So sehr hohe Berge will ich gar nimmer erklimmen in meinem Alter. Rauf ist es zwar kein Problem, aber runter mit meinen Knieproblemen schon. Lieber sanfte Hügel 😀

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