Teneriffas Norden: Anaga Gebirge

Los geht’s mit den AktivitĂ€ten am 15.10.15

13.9. Ankunft auf Teneriffa, 14.9. aklimatisieren, was so viel heißt wie eigentlich nichts tun außer sich an die doch ziemlich warmen Temperaturen zu gewöhnen, nĂ€mlich an Sonne pur und permanent 28 Grad, dazu nachts nicht weniger als 20 Grad. Dazu war es außerordentlich schwĂŒl in der Zeit, wo wir dort waren. Uns wurde gesagt an einigen Tagen um die 90 %!  Allen lief der Schweiß einfach mal so aus den Poren bei der kleinsten AktivitĂ€t.

Deshalb beschlossen wir am 15.9. – unserem 3. Tag –  einen Ausflug ins Anaga-Gebirge zu starten, denn Passatwinde sorgen im gebirgigen Norden fĂŒr ausreichend Wolken und auch durchaus erfrischende KĂŒhle. Es kommt auch wesentlich hĂ€ufiger zu NiederschlĂ€gen, weshalb dieser Teil der Insel wunderbar satt grĂŒn ist. Es gibt zwei markante Erhebungen, nĂ€mlich im westlichen Gebirgsteil  befindet sich Cruz de Taborno auf 1024 Meter Höhe. Im östlichen Anaga – Gebirge liegt der Chinobre mit 909 Meter Höhe.

Wir fuhren erst mal nach La Laguna – ein Fehler, wie wir feststellten, denn wir hĂ€tten auch eine Ausfahrt spĂ€ter nehmen können. La Laguna, ein schönes, quirliges StĂ€dtchen mit super engen Einbahnstraßen und null Hinweisschildern. Wunderbar geeignet fĂŒr einen Stadtbesuch zum Bummeln und Shoppen, aber nicht, wenn man die TF 12 sucht.  Unser Navi war völlig verwirrt und wir ratlos. Also einige Male durch die Innenstadt mit unserem kleinen Fiat 500 und endlich sahen wir dann mal die Heinweisschilder nach „Las Mercedes“ und „Anaga“ und auch wieder die TF 12, die letztendlich bis nach San AndrĂ©s fĂŒhrt, einem kleinen Ort, nahe der PLAYA DE LAS TERESITAS gelegen, wo wir abends noch schnell eine Runde im Meer schwimmen wollten zum Abschluss.

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Ab La Laguna immer der TF 12 folgend bis Cruz del Carmen. und weiter auf dieser Straße bis San AndrĂšs. Wer Kurven 😉 liebt, sollte im Anaga Gebirge öfter mal unterwegs sein.

Das einerseits satt grĂŒne und andererseits felsig schroffe Anaga-Gebirge ist bei Wanderern Ă€ußerst beliebt.  Permanente Nebelschwaden und auch hĂ€ufigere RegenfĂ€lle sorgen fĂŒr viel Feuchtigkeit.  Das ganz besondere in dieser Region sind die großen LORBEERWÄLDER, eine Besonderheit!  Heute trĂ€gt der Naturpark den Namen Parque Rural de Anaga.  BerĂŒhmt sind die Bergdörfer:  Las Carboneras, Afur, Almaciga und Benijo, die gerne von Wanderern besucht werden.  Wer sich ausfĂŒhrlich ĂŒber dieses Gebiet informieren möchte, dem empfehle ich folgenden den Bericht von Fotoreiseberichte anzuklicken, den ich selbst im Internet als Informationsquelle vor unserer Reise genutzt habe.

ZunĂ€chst fuhren wir mit etlichen Stops an „Miradors“ (Aussichtspunkten) auf der Serpentinenstraße bis Cruz del Carmen, einem Informationszentrum und Ausgangspunkt fĂŒr kleinere Wanderungen.

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Ausblick bei der Fahrt nach Cruz del Carmen. Es lohnt sich mal drauf zu klicken, dann erscheint das Panoramabild in voller GrĂ¶ĂŸe.

Von dort starteten auch wir zunĂ€chst auf dem Sendero de los Sentidos  und folgten dann spĂ€ter dem Wanderweg Richtung Punto del Hildago.  Da wir aber noch noch mehr sehen wollten, blieb es bei einer etwa 2-stĂŒndigen Wanderung an diesem Tag.

Trittsicherheit, Kondition und etwas Wandererfahrung sowie gutes Schuhwerk  sind sehr empfehlenswert, denn die Wege sind hĂ€ufig recht matschig und rutschig, es geht immer entweder hinauf oder hinunter – und das recht steil.  Wanderstöcke können sehr hilfreich sein, hatte ich aber nicht dabei.

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Schöne schattige Wanderwege. Diese Pfade werden schon seit ewigen Zeiten von den Einheimischen benutzt.
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Der Wald sieht hier ganz anders aus als bei uns
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Sehr viele Flechten hĂ€ngen an den Ästen, was an einen MĂ€rchenwald erinnert.

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Auf der Weiterfahrt Richtung San AndrĂ©s konnte ich auf zahlreichen Fotos die GegensĂ€tze festhalten: Hier die grĂŒnen WĂ€lder und dort das schroffe Gebirge.  Aber die Menschen haben dem kargen Boden trotzdem immer ein wenig Land abgetrotzt und Terrassen angelegt, aber wie mĂŒhsam muss es sein, dort das Land zu nutzbar zu machen.

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Wie mĂŒhevoll muss es sein, diesem kargen Boden ein wenig Land abzutrotzen, um GemĂŒsebau zu betreiben.

Es ist faszinierend wie Nebelschwaden immer wieder den Blick verwehren, um dann um die nÀchste Kurve wieder ganz neue Aussichten zu gewÀhren.

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Ein Foto von unserem kleinen Mietauto, das uns zuverlĂ€ssig ĂŒberall hin gebracht hat in den 14 Tagen.
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Keine Edelweiß im Anaga-Gebirge, dafĂŒr WolfsmilchgewĂ€chse wie diese Pflanze hier und unendlich viele Feigenkakteen, deren FrĂŒchte auch am Straßenrand angeboten werden.
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Dorthin wollen wir ans Meer. Hier gut zu erkennen, die GegensÀtze zwischen den Vegetationszonen
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Immer wieder Nebelschwaden, die sich schnell wieder verziehen, aber den ganzen Tag ĂŒber prĂ€sent sind

Als wir dann endlich an unserem Lieblingsstrand Playa de las Teresitas ankamen, entleerte sich gerade eine schöne große Regenwolke und so wurde es an diesem Tag nichts mit Schwimmen im Meer, weshalb wir eiligst zurĂŒck ins Hotel fuhren und dort bei strahlendem Sonnenschein uns noch im Pool abkĂŒhlen konnten.  Unser Hotel hatte durchaus nicht nur ein Ă€ußerst komfortables Zimmer zu bieten, sondern auch tĂ€glich eine fantastische Aussicht auf den Teide.

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Blick auf Pool und Teide von unserem Balkon. Wir wohnten genau mittleren GebÀudeteil und hatten so einen grandiosen Ausblick!
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Schön beleuchtet von der Abendsonne und von mir auf unsere Hotelbalkon nah heran gezoomt – der Teide
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Der Tag verabschiedete sich mit diesem fantastischem Sonnenuntergang! Unsere Hotel-Dachterrasse war der ideale Ort, um die Sonne im Meer versinken zu sehen.

 

Es gibt genĂŒgend Literatur und Reiseberichte sowie unzĂ€hlige Fotos ĂŒber das Anaga-Gebirge.  Dieser Bericht spiegelt unsere persönlichen EindrĂŒcke wider.  Wir fanden den Tag gelungen, interesssant und einfach nur schön 😀

Viel Spaß beim Lesen wĂŒnscht euch

☌Sigrid☌


16 Gedanken zu “Teneriffas Norden: Anaga Gebirge

  1. Hola liebe Sigrid,

    fĂŒr mich ein absoluter MĂ€rchenwald, einfach nur wunderschön und zu jeder Jahreszeit auch anders in der Vielfalt der Flora. Ich liebe den Mercedeswald (hier so liebevoll genannt) und liebe auch diese Nebelschwaden wenn sie alles verzaubern. Ihn sollte man wirklich gesehen haben, allerdings was ich auch erst in diesem Jahr erstmalig gehört bzw. gelesen habe ist das es drei Zonen gibt die nur mit Sondergenehmigung zu bewandern sind

    klick hier

    Übrigens konnte ich einmal eine Kartoffelernte dort oben beobachten…weia, ganz schön heftig so ohne jegliche fahrbahren UntersĂ€tze. Da muss noch geschuftet werden, und ich möchte nicht wissen wie weh den MĂ€nnern das Kreuz tut vom SĂ€cke schleppen.

    Bei dem Hotel habe ich an ein anderes gedacht, aber jetzt weiß ich wo ihr ward. Klar, da war natĂŒrlich diese Hauptstrasse nicht gerade schön, allerdings zum Pool hin ging es dann wahrscheinlich. Toll fĂŒr mich auch mal diesen Einblick bekommen zu können und die Aussicht ist wirklich grandios.

    Momentan auch noch immer mit Calima zu kĂ€mpfen bin ich nur froh dass ich nicht in Puerto wohne. Dort ist es nĂ€mlich fĂŒr mich immer sehr „stickig“, Stadt halt und da hat dann höher wohnend ein Vorteil 😉

    Danke dir fĂŒr den schönen Beitrag den selbst ich genießen kann.

    Hab einen schönen Wochenstart und viele GrĂŒsse

    N☌va

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    1. Liebe Nova,
      diese Schilder habe ich sogar gesehen unterwegs und ich habe vollstes VerstĂ€ndnis dafĂŒr. Manche Gebiete sind einfach schĂŒtzenswert und nicht alle mĂŒssen darin herum trampeln.

      Was die Lage unseres Hotels angeht, so waren wir im mittleren GebĂ€udeteil mit Blick auf die Poollandschaft untergebracht, aber dahinter verlĂ€uft die TF 312 – eine viel befahrene Straße mit einem Kreisverkehr und da rollt die ganze Nacht der Verkehr. HĂ€tten wir nach vorne raus gewohnt mit Blick auf Puerto und aufs Meer, wĂ€re es ruhiger gewesen, aber wer weiß das schon vorher. Schau hier: Das Hotel liegt wie ein U da und wir wohnten genau in der Mitte. Schau hier: Lage Hotel Puerto Palace . Aber wir hatten ja Klimaanlage, konnten die BalkontĂŒr geschlossen lassen oder uns nachts unsere Ohropax in die Ohren stecken und hatten dann „vollkommene Stille“. Man kann halt nicht alles haben.
      Wir wohnen sonst nur in Ferienwohnungen, wollten uns aber dieses Mal um nichts kĂŒmmern, weil wir ja so viel unterwegs waren und wir wollten komfortable Betten und abends oder morgens die Möglichkeit in einem Pool zu schwimmen. Das alles war hier gegeben und die Sauberkeit war sehr gut. Wie schon beschrieben, tĂ€glich wurden die Liegen und Auflagen abgewischt. Habe ich sonst noch nirgends gesehen. Und rund um’s Hotel hatten wir sehr viel GrĂŒn, Sitzmöglichkeiten unter Palmen.
      DemnĂ€chst folgt dann ein Bericht ĂŒber unsere Fahrt Richtung Teide, zu den Observatorien und Richtung La Laguna …..
      Aus Dortmund, wo die Sonne scheint und ich auf dem Balkon auch noch bei 22 Grad sitzen kann 😀 herzliche GrĂŒĂŸe und ausnahmsweise beneide ich dich nicht, denn solche Wetterlagen wie bei euch zur Zeit mag ich gar nicht. 😉 ☌Sigrid☌

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      1. Jep, habe es an den Balkonen erkannt^^ Ist halt sozusagen mit eine der Hauptstrassen nach Puerto rein. Ich komme meist von hintenrum zum Ziel, aber die Strasse nehme ich dann immer wenn ich zum Asadores möchte^^ (den leckeren Geruch habt ihr bestimmt auch im Vorbeifahren wahrgenommen)

        Kann ich gut verstehen, mag ich auch nicht besonders, vor allem wenn man dann noch draussen arbeiten muss.

        Liebe GrĂŒsse

        N☌va

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      2. Oh no, keinen Geruch wahr genommen, aber jetzt mal nachgelesen, was es dort zu essen gibt. HĂ€hnchen, Pommes und Sparibs sind aber eher nichts fĂŒr mich. Ich liebe die mediterrane KĂŒche und wir haben immer „regional“ gegessen. Tapas, Kaninchen und sehr viel Fisch. Pommes esse ich zu Hause nicht und deshalb habe ich die papas arrugadas mit den verschiedenen Soßen gegessen. Sehr gut haben wir nach einer Wanderung in Las Aguas bei „La Esccuela“ gegessen – nach einer dreistĂŒndigen Wanderung, die sehr anstrengend war, saßen wir dort mit Blick auf’s Meer und wurden sehr zuvorkommend beraten und bedient. So lange wir dort waren, haben wir nur Einheimische gesehen. Wir finden immer, dass das ein gutes Zeichen ist.
        Auch in einer anderen GaststĂ€tte im Wald gelegen, zufĂ€llig entdeckt, wo nur Biker, Quadfahrer und Radfahrer Pause machten, bekamen wir auf Anfrage einfach Fleisch mit Kartoffeln und waren wohl die einzigen Touristen dort. Mit Essen, Kaffee, Kuchen, GetrĂ€nken, etc. haben wir genau 10 € bezahlt. 😀

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  2. Das ist natĂŒrlich besonders, solch‘ eine Aussicht. Da stĂŒnde ich wohl die ganze Zeit, die ich nicht unterwegs wĂ€re, auf dem Balkon.
    LG, Ingrid

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