ROM – Gute Planung ist das A und O

MĂ€rz 2015 – Geburtstagswunsch:  Reise nach ♄ Rom ♄

ÜberwĂ€ltigend:  Abends nach unserer Ankunft mit der Metro bis Stazione Collosseo und das war der erste Anblick.  Begeisterung pur!

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Nun aber mal von vorne:

Obwohl ich schon so viele Urlaube in Italien verbracht habe, ob am Meer, in der Toskana, zum Wandern in Cinque Terre, zum Ski fahren in den Dolomiten – noch nie hatte ich Rom besucht und deshalb wollten wir nun endlich eine StĂ€dtereise buchen. Nicht nur wenige Tage wie viele Rombesucher, nein es sollte eine ganze Woche werden  – zumal ich meinen Geburtstag in der „Ewigen Stadt“ feiern wollte.

â–ș Hotel & Flug:

Erst war der Plan,  ein Hotelzimmer reservieren und dann die FlĂŒge dazu buchen, aber letztlich entschieden wir uns dafĂŒr ein Pauschalangebot zu suchen. FĂŒndig wurden wir bei einem großen Reiseportal, das 7 Tage Hotel inkl. FrĂŒhstĂŒck und FlĂŒgen zu einem sensationell gĂŒnstigen Preis anbot.

Erst spĂ€ter als schon lange gebucht war, machten wir uns Gedanken darĂŒber, ob das Zimmer fĂŒr 7 Tage komfortabel genug wĂ€re, denn einige Bewertungen der sogenannten „Economy Zimmer“ im ****Hotel „Villa Torlonia“ klangen nicht gerade begeistert. Einige beklagten zu kleine Zimmer, die anderen, dass kein deutsches TV-Programm vorhanden sei oder das Wasser in der Dusche nicht ablaufe.

Wir beschlossen also, dass wir einen Aufpreis zahlen wĂŒrden fĂŒr ein schöneres Zimmer, sollte das im Pauschalpreis enthaltene absolut nicht unseren Vorstellungen entsprechen, aber da wir viel reisen, wollten wir uns einfach mal ĂŒberraschen lassen und vor Ort entscheiden.

TatsĂ€chlich war das Zimmer recht klein, aber ausreichend, da ein großer Schrank vorhanden war fĂŒr Kleidung. Die Matratze fanden wir in Ordnung, nur das italienische Bettzeug viel zu dĂŒnn. Wir hatten extra noch Decken eingepackt  Guter Schlaf ist uns viel wert! Das Badezimmer war ausreichend groß, sogar Bidetfunktion vorhanden. Wir bekamen tĂ€glich frische HandtĂŒcher sowie Seife, Duschgel und Shampoo. Es wurde immer sauber geputzt. Aber nach einem deutschen TV-Sender suchten wir vergebens. Halb so schlimm. Die neuesten Nachrichten kann man auch ĂŒber das Smartphone abrufen. Also soweit alles molto bene. Das FrĂŒhstĂŒck hat uns positiv ĂŒberrascht. TĂ€glich viel frisches Obst, frisch gebackener Kuchen, sĂŒĂŸes GebĂ€ck, Schinken und KĂ€se, verschiedene Brotsorten, Eiervarianten und Speck und viele verschiedene MĂŒslis. Nur der Kaffee war schrecklich, aber auf Wunsch bekam ich Cappuccino oder Latte macchiato serviert – ohne Aufpreis.

â–ș Planung:

FĂŒr uns ist es wichtig, dass wir gut informiert und organisiert sind, wenn wir in einer fremden Stadt ankommen, so dass wir uns nicht erst lange durchfragen mĂŒssen. Hier ein paar Tipps, die wir weitergeben können:

â–ș Transfer:

In Rom kein Problem – ab Airport Fiumicino mit dem Terravision Bus fĂŒr 5,- €/Person oder mit dem Leonardo Express fĂŒr 14 € pro Person zum Bahnhof Termini. Von dort mit dem Taxi ins Hotel. Die „offiziellen Taxis“ haben alle eine Nummer an der Seite und die Tarife können eingesehen werden. Taxi bis ins Zentrum kostet um die 50 €. Wir haben allerdings den Bus benutzt.

â–șFortbewegung in Rom:

Wir haben uns das CIS-Ticket (Carta Integrata Settimanale) angeschafft. Das Wochenticket fĂŒr alle öffentlichen Verkehrsmittel in Rom. Es gibt auch Tickets fĂŒr 3 Tage, Tagestickets oder den Roma-Pass (da sind noch Eintrittspreise enthalten). Wir wollten vor Ort entscheiden, was wir uns anschauen wollen, deshalb die „einfache“ Ticketvariante. Mit dem Wochenticket darf man bis nach Lido di Ostia fahren ans Meer. Am schnellsten kommt man mit der Metro vorwĂ€rts, alternativ fahren unglaublich viele verschiedene Busse in Rom. Es gibt Expressbusse, die nicht jede Haltestelle anfahren, umso schneller ist man am gewĂŒnschten Ort.

Wir benutzen unser Smartphone, um die optimale Verbindung herauszufinden. Mit Googlemaps geht das wirklich problemlos. Um vor Ort nicht lange suchen zu mĂŒssen, hatte ich auch die Haltestationen der Metro ausgedruckt, was sehr hilfreich ist, damit man auch an der richtigen Station aussteigt. Es sei an dieser Stelle erwĂ€hnt, dass ein normales Ticket nur 1,50 € kostet, also unschlagbar gĂŒnstig ist. Das Wochenticket kostet pro Person 24 € , Man bekommt sie in jedem GeschĂ€ft, das mit „Tabacchi“ wirbt oder auch an den Automaten in oder den Verkaufsstellen der ATAC (röm. Verkehrsbetriebe).

â–șSehenswĂŒrdigkeiten:

Von zu Hause aus machten wir uns auch schon Gedanken, welche SehenswĂŒrdigkeiten wir besichtigen wollten und buchten ĂŒber Internet eine „FĂŒhrung im Petersdom – vorbei an den Warteschlangen“. Das kostet pro Person ab 25 €. Hat sich aber sehr gelohnt. Wir wurden von einem Mitarbeiter abgeholt am verabredeten Treffpunkt – sehr pĂŒnktlich und er brachte uns direkt zur Sicherheitskontrolle an einem extra Eingang. Dort wurden wir von Paula erwartet, die uns anschließend durch den Petersdom fĂŒhrte und kompetent alles erklĂ€rte. Übrigens waren wir nur zu zweit, besser geht nicht.

â–șUnsere ReisefĂŒhrer:

„Rom zu Fuß“ und von Polyglott „Rom mit Cityplan“

Damit sind wir gut klargekommen und haben sehr schöne SpaziergĂ€nge gemacht. TĂ€glich kamen so in etwa 6 bis 10 km Fußweg zusammen und meistens waren wir 6 bis 8 Stunden unterwegs.

Ebenfalls zu empfehlen ist eine Stadtrundfahrt. Diese bekommt man rund um den Termini ĂŒberall angeboten. Verhandeln ist sinnvoll. Statt 20 € haben wir nur 16 € pro Person gezahlt. Wir sind mit der grĂŒnen GT-Linie gefahren mit „Hop in und Hop off“. Gilt 24 Stunden und man kann von oben im Doppeldecker viel sehen und entdecken.

â–șVerstĂ€ndigung in Rom:

In Rom kommt man nur mit Italienisch oder Englisch weiter. Auch alle Informationen werden nur in diesen zwei Sprachen angezeigt. Im Hotel wurde Englisch gesprochen  In den stĂ€dtischen Bussen eher nicht. Darauf muss man sich einstellen! Mein Tipp: App fĂŒrs Smartphone fĂŒr Übersetzungen. Man kann Worte oder ganze SĂ€tze ĂŒber das Mikrofon eingeben und erhĂ€lt die Übersetzung in Italienisch, die man wiederum seinem GegenĂŒber zeigen oder gar abspielen kann, wenn man gar nicht weiter kommt. Sehr hilfreich!

â–șWas tun, wenn Rom an Wochenenden ĂŒberquillt?

Einen Ausflug in die Peripherie planen.

Wir haben uns am Wochenende fĂŒr AusflĂŒge nach OSTIA ANTICA und LIDO DI OSTIA sowie nach TIVOLI entschieden. Dort kann man nĂ€mlich die Villa d’Este besuchen mit ihrem sagenhaft schönen Park und hunderten von Wasserspielen, Springbrunnen.

Wie weiter oben schon gesagt, Ostia erreicht man mit dem Wochenticket, obwohl es 30 km von Rom entfernt liegt. Tivoli erreicht man mit der Metro und steigt dann in einen Überlandbus (blaue Cotralbusse) um. Tickets bekommt man an der Metrostation. Hin-und RĂŒckfahrt kosten grade mal 8 €. Gerade weil die öffentlichen Verkehrsmittel so gĂŒnstig sind, herrscht meistens ein riesiges GedrĂ€nge – egal ob Bus, Tram oder Metro. Vor allem in der Rushhour.

Und hier noch die Links fĂŒr weitere Informationen:

Ostia Antica

Villa d’Este / Tivoli

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+++WasserfontĂ€nen im großen Park der Villa d’Este +++

Hier ĂŒber die einzelnen SehenswĂŒrdigkeiten schreiben zu wollen wĂŒrde fast ins „Unendliche“ fĂŒhren, denn auch eine Woche reicht nicht, um alles zu sehen, was einen Besuch wert wĂ€re – ganz abgesehen von den weltberĂŒhmten Monumenten wie Kolosseum, Pantheon, Petersdom, vatikanische Museen, Spanische Treppe, Trevibrunnen und so weiter und so fort. All das kann man in der reichlich vorhandenen Literatur nachlesen.

In Rom sollte man sich einfach mal treiben lassen, irgendwo draußen sitzen und einen „Sprizz“ bestellen oder ein Glas Wein und „dolce vita“ genießen. Mit etwas GlĂŒck findet man eine kleine Trattoria, wo nur Italiener zum Essen hinkommen. Uns ist das zweimal geglĂŒckt. Wir haben dort fantastisch gut gegessen und wurden ĂŒberaus gut bewirtet! Und ansonsten gibt es ĂŒberall Pizza – ganz frisch gebacken – zu kaufen – fĂŒr zwischendurch!

Wichtig fĂŒr StĂ€dte wie Rom ist gutes Schuhwerk, denn das Pflaster ist alt und uneben. Da im Gewimmel Taschendiebstahl an der Tagesordnung ist, haben wir SEHR auf unsere Taschen aufgepasst und hatten den Geldbeutel immer so verstaut, dass Diebstahl so gut wie ausgeschlossen war. Im Übrigen ist die Polizia Capitale sehr prĂ€sent. An vielen Haltestellen gibt es Sicherheitspersonal. In der Metro am Eingang wurden wir extra darauf hingewiesen, auf unsere Taschen aufzupassen.

Ach ja – mit Gelassenheit und Freundlichkeit kommt man wesentlich weiter als mit schlechter Laune in Italien ♄

So haben wir z.B. im Hotel freundlich darum gebeten eine defekte GlĂŒhbirne auszutauschen und dafĂŒr zu sorgen, dass das Wasser in der Dusche besser abfließt. Es wurde umgehend erledigt. Also – geht doch

Fazit: Wir waren jedenfalls sehr froh, dass wir uns gut informiert haben vor unserer Anreise. Zu empfehlen ist die Rom Antiqua – Webseite. Dort findet man zu allen Fragen die passenden Antworten, wenn man nur lange genug sucht.

Wenn man so gut vorbereitet in eine Stadt mit knapp 3 Mio. Einwohnern reist, die laut, chaotisch und oft auch vollkommen unĂŒbersichtlich ist, kann man die Zeit dort recht entspannt genießen. Wie heißt es doch so schön:

DOLCE FAR NIENTE

Rom – die ewige Stadt ist einen weiteren Besuch unbedingt wert!

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(c) Copyright fĂŒr Texte und Fotos: Sigrid Minkenberg


5 Gedanken zu “ROM – Gute Planung ist das A und O

  1. Sehr informativ,mit guten Tipps!Wir haben fĂŒr unseren bevorstehenden Romaufenthalt, bzgl. 3 geplanter Touren eine ReisefĂŒhrerin von Instagram kennengelernt,dass Hotel habe ich recht gĂŒnstig im Internet gefunden.Gefahren wird mit dem eigenen Auto.Und definitiv wollen wir auch das dolce vita genießen,da es unmöglich ist alles in 4 Tagen sehen zu wollen.Lieben Gruß,Andy

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    1. Ach so, wir sind ja geflogen und dort alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Sehr interessant – inmitten von Römern in der Metro -. Auch die AusflĂŒge ins Umland haben wir mit den Überlandbussen gemacht und nirgends lernst du die Menschen mehr kennen als in solchen Verkehrsmitteln. Sich in fremden StĂ€dten „unters Volk mischen“ macht uns Spaß und man erlebt sehr viel mehr! Allerdings hatten wir auf Sizilien ein Auto gebucht fĂŒr eine Woche, um schneller unterwegs zu sein, aber nach Palermo sind wir auch mit der Regionalbahn gefahren. Ein Erlebnis! Unsere Sizilienerlebnisse findest du unter „Sizilien“. Euch viel Spaß unter sĂŒdlicher Sonne und stolzen Römern ♄

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      1. Als wir in der Toskana waren sind wir mit dem Zug nach Florenz und nach Pisa gefahren-wie du erwĂ€hnt hast,super gĂŒnstig,und die Automaten sind in der Lage mehrsprachige ErklĂ€rungen abzugeben-also total einfach und entspannend.

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      2. Genau so ist es. War ich auch schon ĂŒberall, sogar mehrmals. Ich war mit 15 Jahren das erste Mal in Italien und danach fast jedes Jahr einmal, manchmal mehrmals, dann wieder ein paar Jahre nicht, aber in den letzten Jahren waren wir wieder hĂ€ufig da. Amalfi-KĂŒste war ich noch nie, dafĂŒr zweimal mit dem Motorroller (80er) zweimal ĂŒber den Bernadino bis Genua bzw. fast bis Rom – in zwei Wochen! Abenteuer pur! Gibt’s leider keine Berichte drĂŒber nur ein Foto unter „Vespa“.

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      3. Das sind die schönsten Erlebnisse,wo es so toll ist,dass es fĂŒr uns schon ein Abenteuer ist.Mit dem Motorroller stelle ich mir auch toll vor.Da habt ihr ja auch schon einige sehr interessante Reisen gehabt!Über die AmalfikĂŒste werde ich auf meiner Webseite natĂŒrlich auch noch schreiben.Vielleicht wĂŒrde es dir da auch gefallen.LG

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